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Bad Düben An der Grundschule Authausen lernen erstmals seit langem wieder 100 Schüler
Region Bad Düben An der Grundschule Authausen lernen erstmals seit langem wieder 100 Schüler
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00:21 16.09.2017
Maria Schröter mit ihrer Klasse 1a in der Grundschule Authausen. Quelle: Ilka Fischer
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Authausen

Während in anderen Bundesländern noch Ferien sind, läuft das Schuljahr in Sachsen bereits auf Hochtouren. Auch an der Grundschule in Authausen, wo das diesjährige Schuljahr irgendwie ein besonderes ist.

Neuer Schülerrekord und ein Wandelgang

Zum einen, weil, nach endgültiger Klärung der komplizierten Bauauflagen, der Wandelgang errichtet werden soll, der die Klassenzimmer trocken und sicher verbindet. „Zum anderen“, so Schulleiterin Simona Jeschke, „haben wir in diesem Jahr bei den Schülerzahlen erstmals genau die 100 erreicht.“ Da es 32 Schulanfänger gibt, werden diese erstmals in zwei ersten Klassen unterrichtet. Fünf Klassen sind aus ihrer Sicht an der Schule okay. Bei sechs Klassen wird es kritisch. Sie habe daher die Gemeinde Laußig als Schulträger informiert, dass es auch im nächsten Jahr zwei Klassen geben könnte. 33 Mädchen und Jungen, die 2018 die Zuckertüte bekommen, wohnen jedenfalls derzeit im Schulbezirk der Grundschule Authausen. Ab dem 29. Kind wird geteilt. Ob es so kommt steht allerdings noch nicht fest, denn es ist immer Bewegung drin und das eine oder andere Kind könnte beispielsweise auch an die evangelische Grundschule in Bad Düben wechseln.

Stärken mit Profi-Kursen fördern

Doch auch dieses Schuljahr hält schon viele Herausforderungen bereit. So wird der herkömmliche Förderunterricht durch ein neues Konzept ersetzt, bei dem die Kompetenzförderung aller verstärkt in den Mittelpunkt gerückt wird. In der erste Stunde am Montag geht es nun in „Die Welt und ich“ um das kindergerechte Heranführen an Politik und Wirtschaft. In der 5. Stunde am Freitag gibt es die achtwöchigen jahrgangsübergreifenden Profi-Kurse Denken & Knobeln, Entdecken & Forschen sowie Kunst & Kultur. „In der 9. Woche findet dann jeweils eine Präsentation der Profikurse statt“, erklärt Simona Jeschke, die voll hinter dem Konzept steht, bei dem jeder Schüler einmal im Schuljahr alle Profikurse durchläuft.

In Authausen sind die Drähte direkter

Personell ist die Schule, die seit Frühjahr 2016 endlich auch eine Schulsekretärin hat, gut ausgestattet. „Wir freuen uns“, so Simona Jeschke, „dass wir in unserem fünfköpfigen Lehrer- und Schulleiterteam jetzt mit Maria Schröter zudem auch eine junge Kollegin haben.“

Obwohl die 25-Jährige erst seit 1. August einen unbefristeten Arbeitsvertrag hat, ist sie in Authausen keine Unbekannte. „Ich kannte aus meiner Studienzeit sowohl verschiedene Leipziger Schulen als auch schon die in Authausen“, erzählt Maria Schröter. Das Authausener Umfeld habe ihr sofort gefallen. „Man kann mal schnell auf das Feld rausgehen oder im Sachkundeunterricht die Feuerwehr besuchen. In der Stadt bedarf das eines riesigen organisatorischen Aufwandes. Hier sind aber nicht nur die Drähte direkter, sondern die Kinder auch tendenziell aufgeschlossener und etwas ruhiger“, hat Maria Schröter festgestellt. Die Leipzigerin kämpfte daher darum, ihr Referendariat in Authausen machen zu dürfen, ist inzwischen nach Eilenburg und damit auch strategisch günstig zwischen die Freunde und den Arbeitsort gezogen. Ihre 1a möchte sie nun vier Jahre lang begleiten. Doch sie will nicht nur bei ihren 15 Schützlingen was bewegen. Schon als Referendarin hat die Musiklehrerin ein Weihnachtskonzert in der Kirche auf die Beine gestellt. und bei ihrem ersten Sommermusical Pantoffelpiraten hatte sie mit ihren 24 Musicalkindern immerhin 180 Zuschauer in der Schule.

Proben für das Weihnachtsland und Rock and Roll

Die Proben für den „Streit im Weihnachtsland“ am 15. Dezember sowie für das Sommermusical „Let’s Rock and Roll“ am 15. Juni beginnen gerade. Da sie alle Schüler in Musik hat, hofft sie nun, dass sie über 30, vielleicht sogar 40 Schüler für die Musical AG begeistern kann.

Von Ilka Fischer

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