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Arbeiten am Deich zwischen Laußig und Mörtitz gehen erst im Juli weiter

Hochwasserschutz Arbeiten am Deich zwischen Laußig und Mörtitz gehen erst im Juli weiter

An der Mulde zwischen Laußig und Mörtitz ist in den vergangenen Wochen der Deich stabilisiert worden. Doch jetzt muss wegen des Naturschutzes eine Zwangspause eingelegt werden. Erst nach dem 15. Juli können die Arbeiten weitergehen.

Tino Schönfelder von der Firma Heinz Lange, hier eine Aufnahme vom Spätherbst, misst genau nach, damit die Spundwände an der richtigen Stelle gerammt werden.

Quelle: Ilka Fischer

Laußig. Von November bis Februar ist an der Laußiger Mulde gerammt worden, was das Zeug hielt. Zwei Firmen setzen hier das rund zehn Millionen Euro teure Vorhaben der Landestalsperrenverwaltung (LTV) Rötha um. Sie stabilisieren den insgesamt acht Kilometer langen Deich zwischen Laußig und Mörtitz komplett mit Spundwänden. Ausnahme bildet die Ortslage Gruna. Dieser Tage informierten Heinz Kaiser, Betriebsteilleiter Mulde bei der LTV, und der zuständige Projektleiter Stefan Hain die beiden Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) und Roland Märtz (CDU) vor Ort über den Stand der Arbeiten. Danach ist inzwischen mit insgesamt 4,5 Kilometern ein gutes Stück geschafft.

„Geknüppelt“ bei Wind und Wetter

„Aufgrund naturschutzrechtlicher Belange müssen die Arbeiten bis zum 15. Juli ruhen“, berichtete Projektleiter Heinz Kaiser, Betriebsteilleiter Mulde bei der LTV. Für die nördlicheren vier Kilometer, die von Laußig über Gruna und ein Stück weit Richtung Mörtitz reichen, hatte die sächsische Bietergemeinschaft mit den Firmen Reinhold Meister Wasserbau GmbH und V&C Metzner GmbH den Zuschlag erhalten. Hier konnten inzwischen die 3,1 Kilometer zwischen Laußig und Gruna mit Spundwänden gesichert werden. Mit einer Sondergenehmigung werden hier zudem bis zum Sonnabend zwei Deichüberfahrten fertiggestellt, außerdem wird die Baustraße zurückgebaut. Im Sommer geht es dann für die Bietergemeinschaft südlich von Gruna in Richtung Mörtitz weiter.

Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider lobte: „Wie die Firmen hier in den vergangenen Wochen bei Wind und Wetter geknüppelt haben, verdient Respekt.“ Stefan Hain ergänzte, dass dies aber nur möglich gewesen sei, weil insbesondere die von dem Baulärm betroffenen Grunaer sich sehr kooperativ verhalten hätten. „Es gab keine einzige Beschwerde“, so der Projektleiter.

Deichbau bei Mörtitz wird richtig kompliziert

Für die südlicheren vier Deichkilometer hatte im Vorjahr die ebenfalls sächsische Firma Heinz Lange den Zuschlag erhalten. Sie hat inzwischen auf 1,4 Kilometern Länge die bis zu 15 Meter langen Spundwände in den Deich gerammt und wird sich nach der naturschutzrechtlich bedingten Pause ab 17. Juli weiter gen Mörtitz vorarbeiten. Der Deichbau direkt bei Mörtitz, der sich bis ins Jahr 2018 hinziehen wird, gilt als der Komplizierteste. 2002 waren hier als erste Deichbruchsicherung Betonelemente reingekippt worden. Diese gilt es nun ebenso wie eine alte Rohrleitung mit einem Durchmesser von einem Meter zu entfernen, ehe der Deich mit Spundwänden gesichert werden kann. Der Doberschützer Bürgermeister Roland Märtz hörte sich das aufmerksam an. „Mit dem Baufortschritt sind wir zufrieden, weniger mit dem Baustopp.“ Doch an das geltende Recht müsse man sich nun mal halten.

Schutz vor 25-jährigem Hochwasser

Mit der Fertigstellung des Deiches, zu dem dann noch bei Laußig der Ersatzneubau des Siels Ziegelgraben sowie ein Auslaufbauwerk mit zwei sieben Meter breiten Stemmtoren gehören, sind die Anlieger dann zumindest wieder vor einem Hochwasser geschützt, wie es statistisch alle 25 Jahre auftritt. Bei einem noch größeren Hochwasser wird der Deich zwar überströmt, bleibt aber standhaft.

Der Ringdeich Gruna, der die 175-Einwohner zählende Ortschaft dann sogar vor einem 100-jährigen Hochwasser schützt, lässt aber weiter auf sich warten. Derzeit liegen dafür die Planungsunterlagen in der Laußiger Gemeindeverwaltung aus. Der Ringdeich selbst, so heißt es seitens der LTV, könne frühestens 2018 in Angriff genommen werden.

Von Ilka Fischer

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Laußig, Gruna
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