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Bad Düben Auf Ameisentour rund um Torfhaus
Region Bad Düben Auf Ameisentour rund um Torfhaus
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19:37 24.05.2010
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. Auf eine besondere Wanderung auf dem Ameisenpfad rund um Torfhaus hatte Naturparkführerin Birgit Rabe eingeladen.

Bei besten Wanderbedingungen kamen sogar neugierige Besucher aus Radebeul und Taucha angefahren, um mehr über die Ameisen zu erfahren. „Unsere Strecke ist etwa drei Kilometer lang und befindet sich im Presseler Heidewald- und Moorgebiet", begrüßte Rabe ihre Gäste. Die Eilenburgerin weiß, wovon sie redet. Seit zwei Jahren lässt sie sich zur Ameisenhegerin, eine der ersten im Naturpark Dübener Heide, ausbilden. „Ich erhalte dabei fundiertes Wissen über die Tiere und darf unter anderem auch Notumsetzungen von Ameisenhaufen vornehmen", erklärte sie.

Deutschlandweit gibt es 111 Ameisenarten. Darunter auch neun hügelbauende Formen, die meist in der hiesigen Gegend zu finden sind. Schon wenige Schritte vom Ausgangspunkt weg sah man die krabbelnden Tierchen auf dem Waldboden. Birgit Rabe fing ein paar Exemplare ein und die Gäste konnten sich die Tiere im mitgebrachten Lupenbecher anschauen. „Die hat ja sechs Beine", zählte die achtjährige Roda Lewis, die mit ihren Eltern und Schwester Meret dabei war.

Von der Naturparkführerin erfuhren sie beispielsweise auch, dass die Ameisen unter Naturschutz stehen, bis zum 20fachen ihres Körpergewichtes tragen können und bis zu einer Million Tiere in einem Volk zusammenleben. „Das ist alles interessant. Hätte ich gar nicht gedacht. Meine Frau und ich sind sehr naturverbunden und nehmen oft an solchen Führungen teil", sagte Hubert Goebel aus Taucha.

Aber nicht nur Ameisen kreuzten den Weg der Wanderer, sondern auch Ölkäfer, Grüne Huschspinnen und kleine Frösche konnten die Naturfreunde beobachten. Wie aggressiv die Ameisen werden können, wenn sie gestört werden, zeigte ein Versuch von Birgit Rabe mit einem weißen Papiertaschentuch. In Sekundenbruchteilen stürzten sich die die Tiere auf das weiße Taschentuch. Nach eine Weile nahm die Naturparkführerin das Papier wieder weg. Jeder durfte daran riechen und stellte fest, dass es stark nach Ameisensäure roch. „Damit verteidigen sich die Tiere, wenn sie sich belästigt fühlen", erklärte Rabe. Auch die mitgebrachten Kescher wurden eifrig von Roda und Merret Lewis eingesetzt. Ihre damit gefangenen Tiere konnten sie dann anhand von Büchern bestimmen und anschließend wieder freilassen. „Das hat heute richtigen Spaß gemacht. Da kann ich nächste Woche in der Schule einiges von unserem Ausflug erzählen", sagte Roda Lewis.

Steffen Brost

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