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Bad Düben Auf "Huck Finn" folgt "Der Turm" - Neue Dreharbeiten in Bad Düben
Region Bad Düben Auf "Huck Finn" folgt "Der Turm" - Neue Dreharbeiten in Bad Düben
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07:51 23.08.2011
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. Nachdem Regisseurin Hermine Huntgeburth („Die weiße Massai") vorige Woche Szenen für den Film „Huck Finn" am Rand der Stadt drehte, wird im Oktober die ehemalige Heidekaserne Schauplatz für ein Drama sein. Gedreht werden dort Szenen für den Film „Der Turm" nach dem gleichnamigen Roman des Dresdner Schriftstellers Uwe Tellkamp.

In der 42 877 Quadratmeter großen Liegenschaft, in der zu DDR-Zeiten ein Bataillon chemische Abwehr und ein Aufklärungsbataillon der Nationalen Volksarmee stationiert waren, sind noch fünfgeschossige, unterkellerte Unterkunftsgebäude und andere kasernentypische Zweckbauten wie Kfz-Waschplatz, Altöllager und Tankstelle nebst Tanks zu finden. Sie bieten Filmschaffenden offenbar ideale Bedingungen. Was denen allerdings noch fehlt, sind Komparsen. „Wir benötigen mehr als 250 junge Männer zwischen 18 und 28 Jahren, die NVA-Soldaten spielen", sagt Johanna Ragwitz von der Berliner Agentur Filmgesichter. Außerdem sucht sie noch weitere 50 Männer und Frauen jeden Alters, die optisch in die DDR der 80er-Jahre passen. Sie sollten keine modernen Frisuren, gefärbten Haare, extremen Kurzhaarschnitte und Solariumbräune haben. Bei den Frauen sollten künstliche Fingernägel tabu sein. Im Film werden sie als Angehörige der Soldaten ihren Auftritt haben (E-Mail mit Bildern für die Anmeldung als Komparse an: turm@filmgesichter.de). Vergütet werde ein Drehtag mit 52 Euro aufwärts.

„Für unsere Stadt ist das eine schöne Werbung", sagte Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Selbst wenn nur wenige Szenen in der Heidekaserne entstehen, sei die Stadt im Gespräch. „Ein Stück weit Turm in Bad Düben - warum nicht?" Auch ihr Vize Werner Stärtzel (CDU) heißt die Filmleute willkommen: „Bei so einem interessanten Roman, der viele Leser hatte, kann das nur förderlich sein."

Naturparkleiter Thomas Klepel findet es derweil erstaunlich, dass die Dübener Heide zunehmend in den Fokus der Filmbranche kommt. Eine Folge der ARD-Serie „Tierärztin Dr. Mertens" sei schon hier entstanden, eine Tatort-Folge, der Film „Die Flut" mit Wolfgang Stumph und selbst Hollywood drehte in der Heide - die Tolstoi-Biografie „The Last Station". Die Heidekaserne war zudem Schauplatz für die Filmkomödie „NVA". „Die scheinen sich hier alle wohlzufühlen", mutmaßt er. Was der Naturparkregion offenbar noch fehlt, ist eine Serie, die komplett rund um Bad Düben spielt. Ein „Dr. Kleist" oder „Der Landarzt" würden da ganz bestimmt gut ins Raster passen.

Nico Fliegner

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