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Bad Düben Auf der Brache Torgauer Straße in Düben tut sich nichts
Region Bad Düben Auf der Brache Torgauer Straße in Düben tut sich nichts
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00:37 13.08.2015
Das innenstadtnahe Gelände im Bereich Am Heidegraben an der Torgauer Straße in Bad Düben liegt noch immer brach. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Dabei sieht nicht nur Bad Dübens Bauamtsleiterin Heike Dietzsch in dem insgesamt knapp 25 000 Quadratmeter großen Areal das Potenzial für ein richtig "schönes Wohngebiet". Schon vor etlichen Jahren hat das auch Matthias Riedel, Geschäftsführer der Firma Baukonzept GmbH mit Niederlassungen in Schönwölkau und in Waldbronn in Baden Württemberg, erkannt. Das Grundstück wurde erworben, der Stadt, wie Heike Dietzsch lobend äußert, "eine qualitativ sehr gute Erschließungsplanung" vorgelegt.

Doch das erste Satzungsexemplar stammt von Januar 2009. Trotzdem ist der Bebauungsplan bis heute nicht rechtskräftig, wie Heike Dietzsch erklärt: "Dabei wäre der Beschluss mit der Veröffentlichung sofort gültig, und es könnte losgelegt werden." Doch vor der Veröffentlichung braucht die Stadt die Unterschrift unter dem Erschließungsvertrag. In diesem wird geregelt, dass der Bauherr die Erschließungsanlagen, wie Straßen, Straßenentwässerung und Grün, also alles, für was die Kommune zuständig ist, auf eigene Kosten selbst herstellt. Extra regeln müsste der Investor zudem die Ver- und Entsorgung von Strom, Wasser und Abwasser. "Doch der Investor reagiert nicht mehr. Auch das letzte Schreiben der Stadt von März 2014 blieb bis heute unbeantwortet", bedauert die Bauamtsleiterin. Gegenüber der LVZ bekundete Matthias Riedel jetzt aber zumindest: "Wir halten an dem Projekt fest, schließlich steckt da auch eine halbe Million Euro Eigenkapital drin." Konkretere Aussagen wollte er aber zumindest derzeit gegenüber der Presse nicht machen.

Für die Stadtverwaltung ist das dennoch ein positives Signal. Denn theoretisch könnte die Stadt nach sieben Jahren, das ist im Januar 2016, den Satzungsbeschluss rückabwickeln. Doch auch die Bauamtsleiterin weiß, dass damit niemanden geholfen ist. Denn das jetzt vorgesehene Mischgebiet, in dem neben sogenannten nicht störenden Gewerbe (zum Beispiel Gastronomie) zwei- und dreigeschossiger Wohnungsbau möglich ist, passt an diese Stelle.

Bauamtsleiterin Heike Dietzsch nennt weitere Details: "Von der rund 25 000 Quadratmeter großen Gesamtfläche ist etwa ein Zehntel für Straßen, Wege und Parken und ein weiteres Zehntel für Grünflächen vorgesehen. Zur Stadt hin dürfen bis zu 60 Prozent der Grundfläche, im hinteren Bereich in Richtung Feld immerhin noch 40 Prozent der Grundfläche bebaut werden." Die Zufahrt sei über die Torgauer Straße in Form eines Wendehammers geplant. Doch geplant heißt eben noch nicht gebaut, und für diesen Bereich gilt das nun schon seit über sechs Jahre.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.08.2015
Ilka Fischer

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