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Auf die Wanne, fertig - los!

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Großer Gaudi am Morellensee. Sigmar Frömmichen und seine Mannschaft veranstalteten am Wochenende ihr Beach-Volleyballturnier und das schon traditionelle Badewannrennen.

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In Doberschütz startete am Wochenende das 8. Badewannenrennen am Morellensee.

Quelle: Steffen Brost

Doberschütz. Die Kultregatta fand bereits zum achten Mal statt. Und die Anhänger kamen wieder in Scharen.

15 Team im Volleyball und sieben beim Badewannenrennen. "Es darf alles starten was schwimmt und mit Muskelkraft bewegt wird", nannte Frömmichen die einzigsten Bedingungen. Schon Stunden vor dem ersten Start hatten die Teams ihre Plätze unter dem schattigen Ufer bezogen. Denn Klärchen waren an diesem Tag erbarmungslos und schickte fast 35 Grad zur Erde. Der Morellensee war dabei eine willkommene Abwechslung. Nach und nach wurde sichtbar, was in den vergangenen Wochen und Monaten so in einigen Garagen und Geräteschuppen entstanden ist. Es wurde getüftelt, gebohrt und gehämmert bis der Arzt kam. Nur die Doberschützer ließen es ruhig angehen. Bei beiden Teams wurde nicht viel gebaut, vielmehr repariert.

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Doberschütz. Großer Gaudi am Morellensee. Sigmar Frömmichen und seine Mannschaft veranstalteten am Wochenende ihr Beach-Volleyballturnier und das schon traditionelle Badewannrennen.

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Die Frauen von Süd I. sind der Titelverteidiger vom Vorjahr und wollen auch in diesem Jahr ihre Männer wieder alt aussehen lassen, die alle auf  Süd II. mitpaddeln. "Wir setzen auf altbewährte Technik. Unsere schwimmende Styroporente ist doch erst vergangenes Jahr vom Stapel gelaufen. Da haben wir lange für gebaut. Und sogar Welttraumtechnik mit verarbeitet", verriet Frank Walther. Doch die Doberschützer mit Heimvorteil waren nicht untätig und haben ihren Gedanken freien Lauf gelassen. Mittlerweile hatte die Jury am Ufer Platz genommen. Wurstexperte Wilfried Naumann, Gastgeber Sigmar Frömmichen, Tüv-Mann Volkmar Tschiersch und Andreas  Mählmann vom Heimatverein gaben die Jury. Sie bewerteten Schönheit, Eleganz und Fahrtauglichkeit. Dafür gab es zwischen ein und fünf Punkte. Bestechnungsversuche werden abgelehnt", erklärte Frömmichen. Erste Disziplin: Vorbeifahrt an Jury. Und gleich hatte der Wettbewerb seinen ersten Skandal: Bestechungsversuch. Die Besatzung von Doberschütz II. winkte mit einem Geldschein.

Doch die Jury-Herren blieben hart. Bestraften den Versuch mit Abzug in der B-Note. Nach und nach schwammen die Konstruktionen vorbei. Vor allem die elfjährige Prisca Voigt aus Lengefeld im Erzgebirge punktete bei der Jury. Sie saß in einer venezianischen Gondel und hatte auch noch die passende Bekleidung an. "Das hat alles mein Opa gebaut", sagte das Mädchen stolz. Opa Dietmar Voigt stand derweil am Ufer und beobachtete den perfekten Auftritt der Enkelin. "Ich baue in meiner Freizeit Schiffsmodelle. Durch eine Einladung sind wir zu dem Termin am Morellensee gekommen. Die Gondel ist Marke Eigenbau", erzählte der ambitionierte Fast-Rentner. Die Herren von der Jury notierten eifrig Punkte. Dazu kam die Publikumswertung mit dem sogenannten Nöllometer. Doch Experrte Michale Nölle fehlte und so musste Jurymann Volkmar Tschiersch, Spitznahme Zyllo, kurzfristig das in Zyllometer umbenannte Nöllometer bedienen. Anhang von Jubelintensität und Beifallslänge schlug das Zyllometer gen Himmel aus, solange bis der Beifall stoppte.

Am Ende hatte beim Schönheitswettbewerb Prisca Voigt mit ihrer venezianischen Gondel die Nase vorn. Auf die Plätze kamen Doberschütz Süd II mit ihrer Styroporente und Marias Fischerboot. Dann folgte der Schnelligkeitswettbewerb. In dreu Vorläufen wurden die Finalgegner ermittelt. Bei den Wettfahrten ging es heiß her. Es wurde gekämpft bis auf den letzten Meter. Jeder wollte ins Finalle. Dort standen sich schließlich die favorisierten Frauen von Doberschütz I, der Flotte Käfer aus Leipzig und das Team Schwarzes Leipzig mit ihrer Badewanne des Todes gegenüber. Von Anfang ging die Doberschützer Besatzung in Führung. Ihr schnittige Konstruktion jagde förmlich durch das Wasser und absolvierte den Slalomkurs um die ausgelegten Bojen souverän. Mit großen Vorsprung wiederholten sie ihren Vorjahressieg. Um Platz zwei war ein harter Schlagabtausch ausgebrochen. Der Flotte Käfer war am Ende einfach wendiger und ließ kurz vor dem Ziel die Todesbadewanne hinter sich. Die Zuschauer gefiel der Gaudi. " Tolle Sache bei dieser Hitze. Ich hätte mir nur gewünscht dass vielleicht der eine oder ander mit seiner Konstruktion baden geht. Das wäre ein Spaß gewesen. Doch alle haben ordentlich gebaut und sind trocken geblieben", freute Werner Jost aus Leipzig.

Steffen Brost

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