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Auf zum Entkusseln! - Großer Andrang beim ersten Freiwilligen-Tag

Auf zum Entkusseln! - Großer Andrang beim ersten Freiwilligen-Tag

Große Resonanz beim ersten Naturpark-Freiwilligentag in der Dübener Heide: Über 40 Männer und Frauen machten sich auf den Weg in das Forstrevier Authausen, um eine drei Hektar große Heidekrautfläche zu entkusseln.

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Naturfreunde entfernen junge Bäume und Sträucher von einer ökologisch wertvollen Hedekrautfläche nahe Authausen.

Quelle: Heike Nyari

Authausen. "Um die Calluna in Wuchs und Entfaltung nicht zu behindern, müssen junge Bäume beseitigt, die Heide, so der Fachbegriff, entkusselt werden", erklärte Axel Mitzka, Vorsitzender des Vereins Dübener Heide, die Aktion, die gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Kranichschutz initiiert wurde.

Dass Heidekrautflächen bei Besuchern der Naturparkregion beliebt sind, weiß Mitzka. Gerade zur Blütezeit stellen sie eine ansehnliche Pracht dar und könnten sich als besondere Marke für den Naturpark entwickeln. "Hier verbinden sich auf harmonische Weise Naturerlebnis, aktiver Naturschutz und Gesundheitsthemen", fügte die Biologin Janine Meißner hinzu. Der Naturpark-Freiwilligentag geht jedoch darüber hinaus. "Wir erproben im Rahmen des Projekts 'Engagement 2020' neue Formen der Beteiligung von Bürgern", erzählte Thomas Klepel, Leiter des Naturparks Dübener Heide. Ziel sei es, auch junge Menschen und Familien mit verschiedenen Angeboten für den Naturpark zu begeistern und damit gleichzeitig ein besonderes Naturerlebnis verbunden mit regionaler Kulinarik und Umweltbildung bereit zu halten.

Die Helfer, die beim Auftakt dabei waren, kamen aus Eilenburg, Sprotta, Leipzig und Görschlitz. Die am weitesten Gereisten waren jedoch Antje und Stefan Hupfer aus Thüringen. "Wir hörten im Radio, dass Heideflächen in der Dübener Heide entkusselt werden sollen und das machte uns neugierig", erzählte der Naturfreund, der einen Anfahrtsweg von 148 Kilometern in Kauf nahm, um beim Heidekraut-Tag dabei zu sein. Am Ende des Arbeitseinsatzes zeigten sich die Thüringer zufrieden. "Es hat wirklich Spaß gemacht und wir haben viel Interessantes erfahren." Auf eine Wiederholung der Aktion mit Freunden freuen sie sich bereits. Auch der Kreisnaturschutzbeauftragte Horst Merker lobte das Ergebnis. Unter seiner Leitung wurden die abgeschnittenen Bäume und Äste auf mehrere Haufen geschichtet, die über die Zeit verrotten. Doch bis es so weit ist, bieten sie allerlei Kleingetier sicheren Unterschlupf und Winterquartier. Denn im Revier gebe es nicht nur Fuchs, Hase und Igel, sondern auch zahlreiche tierische Raritäten wie die Glattnatter, eine seltene einheimische Schlange, die das trockene Klima von Heidekrautflächen bevorzugt. Ein Fischadlerpaar hat in unmittelbarer Nähe seinen Horst und beim Mittagsimbiss zogen Kraniche über die Gäste hinweg.

Die entkusselte Heidefläche befindet sich übrigens im Besitz der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. "Wir als Bundesforst sind die Dienstleister vor Ort und verantwortlich für die forstliche Bewirtschaftung", erklärte der Revierleiter Uwe Vanhauer. Wie vom Mitarbeiter des Bundesforstbetriebes Mittelelbe zu erfahren war, arbeite der Betrieb eng mit dem Verein Dübener Heide, der mit der Naturparkentwicklung in Sachsen und Sachsen-Anhalt von den zwei Bundesländern beauftragt ist, zusammen. "Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Einsatz und das Resultat hat alle Erwartungen übertroffen", sagte Vanhauer.

Freiwilligen-Tage wie dieser soll es künftig regelmäßig in der Naturparkregion geben. Wer Lust auf ein solches Erlebnis an der frischen Luft hat, kann sich beim Verein Dübener Heide melden.

Kontakt: 0172/3420542 oder 0177/4261422

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.10.2014
Von Heike Nyari

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