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Bad Düben Aus Fremden sind echte Freunde geworden
Region Bad Düben Aus Fremden sind echte Freunde geworden
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16:35 19.05.2015
Lieselotte Hickmann zeigt die Chronik und vielen Gastgeschenke. Quelle: Nico Fliegner

17 Vertreter aus Bad Düben werden dazu am Freitag in die Partnerstadt reisen.

Lieselotte Hickmann ist schon voller Vorfreude. Auf ihrem Wohnzimmertisch hat sie zusammengetragen, was einen Teil ihres Lebens seit nunmehr 20 Jahren bestimmt: die Kirchenpartnerschaft zwischen Bad Düben und Diez. Tassen, Kalender, Bücher, unzählige Gastgeschenke und eine dicke Chronik existieren mittlerweile, die an viele Gemeinsamkeiten erinnern. Denn die Partnerschaft steht nicht nur auf dem Papier. "Städtepartnerschaft heißt für mich, sie auch mit Leben zu erfüllen", sagt die rührige Rentnerin, die die Fäden zusammenhält und den notwendigen "heißen Draht" an die Lahn hält. Dazu gehörten Kirchen, Gruppen und Verbände - so ihr Selbstverständnis von einer gelebten Partnerschaft. Und regelmäßige Treffen, wie sie die Dübener und Diezer seit jeher pflegen, immer wechselseitig einmal im Jahr.

1991 ist die Partnerschaft zwischen den Städten Bad Düben und Diez unterzeichnet worden, am 30. Oktober 1993 die Kirchenpartnerschaft mit einer Altarweihe in Diez. "Die Menschen sollten sich besser kennenlernen wegen der unterschiedlichen Vergangenheit in Ost und West, um sich dann besser zu verstehen", sagt Lieselotte Hickmann. Dies sei geglückt. Ein Ost- und West-Denken gebe es nicht. "Aus Fremden sind wirklich gute Freunde geworden."

Das anfängliche Fremdeln war recht schnell verflogen. Die Kirchenmitglieder haben dieselbe Wellenlänge. Die jährlichen Treffen mögen manch einem wenig vorkommen, doch darüber hinaus wird eifrig geschrieben und telefoniert, wie zuletzt, als die Diezer erfuhren, dass die Bad Dübener Region vom Hochwasser betroffen ist. "Viele haben Anteil genommen, Telefonate und E-Mails erreichten uns in den vergangenen Tagen." Deshalb will eigentlich so recht noch keine Feierstimmung bei den Dübenern aufkommen, weil jeder Betroffene in seinem persönlichen Umfeld kennt. Doch das Treffen absagen - das geht auch nicht. Denn die Diezer haben lange geplant und vorbereitet, sind in erwartungsvoller und gastfreundlicher Stimmung. "Wir wissen nicht, was unsere Freunde mit uns vorhaben. Das wird immer bis zuletzt geheim gehalten. Aber es wird bestimmt wieder schön", sagt Lieselotte Hickmann. Wenn sie am Sonntag wieder zurück ist, dann gewiss mit vielen Erlebnissen und neuen Eindrücken.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.06.2013

Nico Fliegner

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