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Aus für Öko-Bibliothek in Kossa

Aus für Öko-Bibliothek in Kossa

Äußerlich ist es ein Hingucker - das kleine Bürgerhaus in Kossa. Allein schon wegen seiner imposanten Malerei, die typisch ländliches Leben in früheren Zeiten darstellt.

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Wird ein Wohnhaus für eine Familie - das Bürgerhaus in Kossa.

Quelle: Nico Fliegner

Kossa. Doch das Objekt ist die längste Zeit Bürgerhaus gewesen. Die Gemeinde will sich von dem Gebäude trennen und hat mittlerweile einen Käufer gefunden. Das bedeutet auch das Ende für Nordsachsens Öko-Bibliothek in dem kleinen Heidedorf, die sich im Dachgeschoss befindet und von der Sächsischen Interessengemeinschaft Ökologischer Landbau (Sigöl) ehrenamtlich betrieben wird.

"Ich muss das Haus bis Ende April räumen", sagt der Sigöl-Vorsitzende Roland Einsiedel. Dass es eines Tages so weit sein würde, war ihm bewusst. Doch dass es jetzt Knall auf Fall geht, nicht. "Ich weiß nicht, ob ich das schaffen werde." Die Sigöl hatte um Aufschub gebeten. Doch dies sei nicht möglich. Eine Familie mit mehreren Kindern will das Haus kaufen und alsbald nutzen. Einsiedel befürchtet jetzt das Aus, denn geeignete Alternativräume gebe es nicht.

Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) bestätigte indes, dass es einen Kaufinteressenten gibt. Zudem ist er auf der Suche. "Wir haben in der Gemeinde andere Räume frei. Ich führe gerade Gespräche", erklärte der Bürgermeister. Die Öko-Bibliothek, vor acht Jahren mit EU-Fördermitteln aufgebaut, müsse ihren Betrieb nicht einstellen. Alternativstandorte gebe es beispielsweise in Laußig und Authausen, so Schneider. Details klärt der Bürgermeister gerade ab.

Einsiedel hat jedoch wenig Hoffnung, denn zur Bibliothek gehört auch der ökologisch bewirtschaftete Garten nebenan, wo Kinder gärtnern konnten. Regelmäßig kamen auch Kleingärtner vorbei, um in den über 1000 Büchern zu stöbern.

Die Senioren wiederum, die sich ebenfalls in dem Haus regelmäßig treffen, haben bereits ein neues Domizil gefunden. "Wir sind im Kindergarten untergekommen. Das ist gut. Und Sport machen wir im neuen Bürger-Zentrum", sagte Erika Penndorf von den Landfrauen. "Es war doch klar, dass sich die Gemeinde nicht zwei Häuser auf Dauer leisten kann."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.04.2013

Nico Fliegner

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