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Aus in Gossa: Dübener Maler Andreas Tüpke wieder auf der Suche nach einem Atelier

„Heide-van-Gogh“ braucht neues Domizil Aus in Gossa: Dübener Maler Andreas Tüpke wieder auf der Suche nach einem Atelier

Das Glück ist ihm nicht hold: Nach gut einem halben Jahr in Sachsen-Anhalt muss der Dübener Maler Andreas Tüpke erneut sein Domizil räumen. Nach Dissonanzen in Gossa (Gemeinde Muldestausee) darf Tüpke künftig den ehemaligen Kindergarten nicht mehr als Künstleratelier nutzen. Jetzt will er zurück in die Kurstadt Bad Düben.

Da war die Welt noch in Ordnung: Der Maler Tüpke mit seinem Unterstützer Eckhardt Heilemann vor dem alten Kindergarten in Gossa im Herbst 2015. Damals träumte er davon, hier eine dauerhafte Bleibe gefunden zu haben.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Es soll einfach nicht sein: Auch das Auswärtsspiel in Sachsen-Anhalt hat dem Dübener Maler Andreas Tüpke kein Glück gebracht. Nach gut sechs Monaten muss er sein Domizil im ehemaligen Kindergarten in Gossa (Gemeinde Muldestausee, zwischen Pouch und Gräfenhainichen) wieder räumen. Nach Dissonanzen, wie er sagt und die er nicht näher erläutern will. „Ich bin jedenfalls unendlich traurig, dass ich auch dort nicht dauerhaft Wurzeln schlagen konnte. Nun bin ich wieder auf der Suche und brauche dringend Hilfe“, sagt Tüpke und kämpft mit den Tränen.

Dabei war auch der nun missglückte Neustart im Heide-Dorf eigentlich nur eine Notvariante. Mitte 2015 musste Tüpke seine etablierte Künstlerstube am Dübener Markt räumen, der neue Besitzer des Gebäudes sah in seinem Sanierungskonzept keine Chance mehr für ein Atelier. Nach einer Zwischenlösung im Foyer des Naturparkhauses griff Tüpke, der wegen seiner impressionistischen Kunst auch Van Gogh der Dübener Heide genannt wird, bei dem Angebot in Gossa zu. Aber schon damals bedauerte er: „Ich verlasse Bad Düben nur sehr ungern. Hier kennen mich viele und mein Atelier am Markt war über Düben hinaus ein Begriff. Ich verliere meine künstlerische Heimat.“

In die würde Tüpke jetzt nur allzugern zurückkehren. Wenn nicht die weiterhin ungeklärte Raumfrage wäre. Große Ansprüche an eine möglich neue Künstlerstube hat er nicht: Zentral soll sie gelegen sein, bevorzugt in der Altstadt zwischen Burg, Markt oder Paradeplatz. Und allzuviel kosten dürfe sie auch nicht. „Ich weiß ja nie, wie viele Bilder ich im Monat verkaufe“, sagt Tüpke.

Immerhin liefen die Geschäfte zuletzt so schlecht nicht. In Taucha feierte der Dübener Maler mehr als nur einen Achtungserfolg: Seine Erotica-Ausstellung im Schloss stieß auf großes Interesse von Kunstinteressierten. Umso mehr trifft ihn nun der Rückschlag in Sachen Atelier. „Ich fange wieder bei Null an“, sagt er enttäuscht und hofft nun in Bad Düben auf einen „Gönner oder einfach nur einen guten Menschen, der ein großes Herz für einen Künstler wie mich hat.“

Von Olaf Majer

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Gossa
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