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Bad Düben Ausstellung mit Gedichten von Willy Winkler und besonderen Fotomotiven eröffnet am 4. Dezember
Region Bad Düben Ausstellung mit Gedichten von Willy Winkler und besonderen Fotomotiven eröffnet am 4. Dezember
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22:11 29.11.2009
Bad Düben

 Der Kreiszeitung gewährten sie vorab einen Blick in die Fotomappe, deren Inhalt ab dem 4. Dezember in der Volksbank in Bad Düben gezeigt wird. Es geht um die Burg, die Dübener Brücke, um Kohlebagger, ein Heidehaus, Liebe, Schmerz, Abschied und die Jahreszeiten. Willy Winkler hat sich im Laufe seines Lebens mit vielen Dingen beschäftigt. Auch viel darüber geschrieben und veröffentlicht.

„Er war ein Kind seiner Zeit“, sagt Tochter Anne-Gret Hofmann und ist begeistert, wie Rainer Gottwald die Gedichte ihres Vaters fotografisch umsetzte. „Da lächeln hübsche Frauen aus Baumkronen heraus, spaziert eine Familie durch Wald und Flur. Da liegt ein junges Liebespaar am Waldesrand und ein Bauer ist mit Pferdegespann auf dem Feld zu sehen. Ein Jahr lang war Gottwald in der Dübener Heide unterwegs und hat nach den passenden Motiven gesucht. In einem Eiscafé in Falkenberg traf er eine Mazedonierin, die sich bereitwillig fotografieren ließ, bei Bäcker Paetsch in Bad Düben lächelte ihn eine junge Verkäuferin an, die er für ein Foto überreden konnte.

Die Porträts der jungen Frauen montierte er in die Landschaftsaufnahmen. So sind 34 bemerkenswerte neue Motive entstanden, die zum jeweiligen Gedicht von Willy Winkler inhaltlich passen. „Das sind wunderbare Aufnahmen“, lobt Anne-Gret Hofmann den Bildautor Gottwald. Und der freut sich ob des Lobes, wohlwissend, dass dieses Projekt sein bislang aufwendigstes war. „Ich musste den Zeitpunkt genau abpassen, wann beispielsweise eine bestimmte Pflanze blüht, die Willy Winkler in seinen Gedichten beschreibt“, erzählt er. Und nicht jedes Gewächs habe sich ihm sofort dargeboten.

„Nach dem Sumpfdrachenwurz habe ich im Presseler Heidewald- und Moorgebiet und in Reinharz gesucht, bis mir einer einen Tipp gab, wo die Pflanze wächst“, sagt der ambitionierte Radler, der etwa 12000 Kilometer im Jahr mit seinem Drahtesel unterwegs ist. Für das Ausstellungsprojekt hat er zahlreiche Menschen getroffen. Zum Beispiel Klaus Halangk aus Bad Düben, der sich für ein Müller-Motiv in ein Bett der Obermühle legte. Aus seinem Archiv kramte er Kurt Klepel aus Söllichau heraus, der mit seinen Rössern bei der Feldarbeit zu sehen ist. Auch Café-Besitzer Torsten Rasenberger und Freundin Doreen machten bei der Aktion mit und ließen sich ablichten.

Wer die Ausstellung „Gedichte aus der Heide“ sehen möchte, ist zur Vernissage am 4. Dezember um 19 Uhr in der Volksbank willkommen. Werktags kann die Ausstellung dann ab dem 7. Dezember etwa einen Monat lang besucht werden.

Nico Fliegner

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