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Authausens Pfarrer Ohle soll bleiben – Kirchenräte sammeln 1605 Unterschriften

Kirche Authausens Pfarrer Ohle soll bleiben – Kirchenräte sammeln 1605 Unterschriften

Die Menschen im Kirchspiel Authausen lassen nicht locker. Erst stellten Einwohner Schilder an den Ortseingängen von Authausen und Pressel auf, dann ging der Gemeindekirchenrat auf Unterschriftensammlung. Die Aktionen haben ein Motto: Lasst unseren Pfarrer im Dorf. Die Befürchtung ist, dass das Kirchspiel künftig ohne eigenen Pfarrer auskommen muss.

Vier der zwölf Mitglieder des Gemeindekirchenrates Authausen: Ute Kirchhof, Christian Schmidt, Thomas Kühlhorn und Edelgard Negendank (von links). Der Gemeindekirchenrat sammelte 1605 Unterschriften für den Verbleib des Pfarrers im Kirchspiel.

Quelle: Kathrin Kabelitz

Authausen. Das Ergebnis spricht für sich: 1605 Einwohner des Kirchspiels Authausen und der Gemeinde Tornau haben für den Verbleib des Pfarrers unterschrieben. Mitglieder des Gemeindekirchenrates (GKR) und Freiwillige sammelten die Willensbekundungen ein. Am Mittwochabend wollen die Mitglieder diese an Superintendent Matthias Imbusch übergeben. Auf dieses Gespräch hat der GKR lange warten müssen. Schon Anfang Februar machte die Befürchtung die Runde, dass Pfarrer Andreas Ohle nach Ende seiner dreijährigen Entsendungszeit am 31. März seine Gemeinde mit den sechs Ortseilen verlassen werde. Dass dies so sein könnte, sieht der Beschluss der Synode 2015 zum Stellenplan des Kirchenkreises Torgau-Delitzsch zumindest vor, wonach es bis 2035 noch 19 statt 30 Vollzeit-Beschäftigte gibt. Darin steht auch, dass sich Landgemeinden künftig einen Pfarrer teilen müssen, Authausen ginge mit dem Kirchspiel Sprotta zusammen. Und das könnte nun sehr schnell passieren, so die Befürchtungen.

Kirchspiel mit eigenständigem Pfarrer

„Pfarrer Ohle kann sich nach Abschluss seiner Ausbildung auf jede freie Pfarrstelle im Kirchenkreis bewerben“, sagt die GKR-Vorsitzende Edelgard Negendank. Im Februar hatte Matthias Imbusch, der die Befürchtungen zurück- sowie auf laufende Gespräche und die am 8. April entscheidende Synode verwies, dem GKR erst für heute einen Termin zusagen können. „Für uns ist das zu kurzfristig, um uns noch einzubringen“, sagt Ute Kirchhof.

Die Aktionen verfolgen ein Ziel: Das Kirchspiel muss einen eigenständigen Pfarrer behalten. Dass die Person Andreas Ohle eine entscheidende Rolle spielt, daraus machen die Initiatoren keinen Hehl: „Er hat hier drei Jahre lang viel aufgebaut. Von solch einem Ort kann man ihn nicht einfach wegnehmen.“ Der 31-Jährige ist beliebt, hat mit seiner begeisternden Art die Gemeinde intensiv begleitet, Projekte für Kinder und Jugendliche angeschoben, Ehrenamtler für die Kirchenmusik gewonnen, das Baugeschehen zur Erhaltung der Kirchen angekurbelt – und viel mehr. Zudem hat der GKR viele unbeantwortete Fragen, so nach dem genauen Aufteilungs-Schlüssel, warum es nach 2015 auf den Vorschlag für ein Zusammengehen mit Bad Düben keine Reaktion gab und das Gefühl, „dass wir als GKR im Kreis nicht so richtig vertreten sind“.

Mehr Unterschriften als Kirchenmitglieder

Wie groß die Sorge um den Pfarrer ist, zeigt die Beteiligung an den Protesten. 870 Kirchenmitglieder gäbe es, unterschrieben hätten aber viele, die nicht in der Kirche seien, von Vereinen oder aus der Feuerwehr. Selbst aus der Partnergemeinde Billertshausen in Hessen habe es Sympathiebekundungen gegeben.

Von Kathrin Kabelitz

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