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Bad Düben B6 neu - Münster: "Wir sind in der Meinungsfindung"
Region Bad Düben B6 neu - Münster: "Wir sind in der Meinungsfindung"
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19:00 28.04.2010
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Bad Düben

eiführen soll?

„Wir befinden uns nach wie vor in der Meinungsbildung, und ich denke, die wird bis Ende dieses Jahres andauern“, erklärte Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Morgen werde die sogenannte Nordharzautobahn Thema einer Städtebundberatung in Kemberg sein. Wie berichtet, könnten sich die Kommunen Gräfenhainichen und Kemberg mit der Trasse anfreunden, während Heidekommunen wie Schlaitz und Rösa die Pläne ablehnen.

„Ich kann mir vorstellen, dass wir in die umliegenden Orte wie Pressel oder Görschlitz gehen und unsere Präsentation zur B6 neu dort vorstellen“, sagte Münster. Des Weiteren wolle sie Ende des Jahres die Schnellstraße zum Thema im Stadtrat machen. „Wir werden uns vielen Fragen stellen müssen – zum Beispiel, ob wir bei der ortsnahen Umgehung bleiben ohne B6 neu oder sogar ganz auf die Umgehung verzichten müssen“, so die Stadtchefin weiter. „Wir denken ebenso darüber nach, uns fachplanerischen Rat diesbezüglich einzuholen.“ Laut Münster werde sich letztlich der Stadtrat positionieren.

Bis 21. Mai wiederum muss sich die Kommune zum Entwurf des sächsischen Landesentwicklungsplans äußern – und zwar zu den Themenbereichen Verkehr, Hochwasserschutz, Personennahverkehr und Kurstadtstatus. Die Stadt muss dem Land sogenannte Untersuchungstiefen mitteilen.

Den Planungen zufolge soll die Trasse, landläufig auch als Nordharzautobahn bezeichnet, von Bitterfeld-Wolfen über Burgkemnitz, Schlaitz, Rösa und Schwemsal direkt nach Bad Düben führen. Während sich der Landkreis Anhalt-Bitterfeld für die Straße positionierte, lehnen alle betroffenen Ortschaften im Nachbarbundesland die Pläne ab. Gräfenhainichen und Kemberg wiederum wünschten sich eine Anbindung an die Schnellstraße, doch das sehen die Anhalt-Pläne nicht vor.

Aus Kartenmaterial geht hervor, dass die B6neu im nördlichen Kurgebiet von Bad Düben einfällt, auf die sogenannte Nordtangente und weiter Richtung Osten führt – und zwar hinter der Schrebergartenanlage entlang, dann einen Bogen nach oben schlägt Richtung Lidl, Hüfnermark und weiter nach Görschlitz, Pressel und Torgau. Für beide Ortschaften sind jeweils Umgehungen ausgewiesen, ebenso für Bad Düben. Des Weiteren ist für die Kurstadt eine zweite Muldebrücke vorgesehen. Die B2 soll vor den Stadttoren einen Rechtsbogen machen, über die Mulde führen, am Gewerbegebiet Süd-Ost entlang und dann auf die B6neu aufschließen.

Nico Fliegner

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