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Bad Düben Bad Düben: Aldi - und das Warten auf die Baugenehmigung
Region Bad Düben Bad Düben: Aldi - und das Warten auf die Baugenehmigung
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00:36 09.08.2015
Noch hat Aldi seine Bad Dübener Filiale in der Schmiedeberger Straße. Der Discounter will auf dem ehemaligen Bauhof-Gelände aber neu bauen. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Henrick Fischer, Leiter Immobilien und Expansion Aldi und Co. Beucha KG, erklärt: "Wir hoffen, dass wir für den neuen Aldi-Markt im Postweg/Windmühlenweg nun im September die Baugenehmigung bekommen. Bei einem dann möglichen Baubeginn im Herbst müssen wir allerdings damit rechnen, dass der Winter dazwischen kommt."

Die an sich reine Bauzeit von sieben Monaten, so erläutert Henrick Fischer weiter, würde sich bei einer witterungsbedingten Unterbrechung entsprechend verlängern. Er geht daher davon aus, dass der Umzug des Aldi-Marktes auf die andere Seite des Wohngebietes am Windmühlenweg, der auch mit einer Vergrößerung um 169 auf 799 Quadratmeter verbunden ist, zwischen März und Juni 2016 erfolgen kann.

Im Landratsamt Nordsachsen möchte man das derzeit weder bestätigen noch dementieren. Eine Aussage dazu, wann die Baugenehmigung erteilt werden könnte, sei nicht möglich. Holger Trauzettel, Amtsleiter im Bauordnungs- und Planungsamt, bestätigt auf Anfrage lediglich, dass der Bauantrag in der 30. Kalenderwoche, also nach dem 20. Juli, eingegangen ist. "Der Antrag wird nun zunächst auf Vollständigkeit der Unterlagen geprüft und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange durchgeführt."

Das Aldi-Vorhaben selbst ist in der Kurstadt nicht ganz unumstritten. Erst die Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes, das bestätigte, dass die Verlagerung und damit verbundene Erweiterung des Aldi-Marktes keine schädlichen Auswirkungen auf die Innenstadt erwarten lasse, machte den Weg frei. Es wurde im Dezember 2014 mehrheitlich im Stadtrat angenommen. Anschließend wurde der Bebauungsplan für die Fläche des ehemaligen Kraftverkehrs und Bauhofs am Windmühlenweg erstellt, im März im Stadtrat gebilligt, im April ausgelegt. Im Juni erfolgte im Stadtrat dann die Abwägung der eingegangen Hinweise von Trägern öffentlicher Belange. Nun ist das Landratsamt am Zug, das vor dem Baustart noch die Baugenehmigung erteilen muss.

Wie berichtet, möchte Aldi mit dem Neubau auf Markterfordernisse reagieren, die eine bessere Präsentation der Waren und breitere Gänge für die Kunden notwendig erscheinen lassen. Eine Sortimentserweiterung ist laut Aussage der Aldi-Verantwortlichen nicht vorgesehen. Was mit der jetzigen Aldi-Filiale in der Schmiedeberger Straße passiert, ist offen. Grünen-Kreissprecherin Barbara Scheller hatte dieser Tage sowohl Aldi-Neubau als auch Straßenbau kritisiert. Vor allem die Lebensqualität der Anwohner würde sich durch mehr Verkehr, Staub und Lärm verringern. Die Stadt hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.08.2015
Ilka Fischer

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