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Bad Düben Bad Düben: Beißattacke gegen Dackel viel schlimmer als bekannt
Region Bad Düben Bad Düben: Beißattacke gegen Dackel viel schlimmer als bekannt
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15:38 17.07.2015

Wie die Polizei am Mittwoch vermeldete, war der Schäferhund über einen Zaun gesprungen und hatte den Dackel attackiert. Als der Hundebesitzer versuchte, die beiden Tiere zu trennen, wurde er selbst gebissen (wir berichteten).

"Der Biss in die Hand ist leider nur die halbe Wahrheit", teilte die Besitzer-Familie des Dackels, die anonym bleiben möchte, am Freitag mit. Der Schäferhund sei auch nicht über den Zaun gesprungen, sondern habe den Spaziergänger und Hund "ganz plötzlich aus dem Dunkeln heraus" angegriffen. "Offenbar war das Gartentor nicht geschlossen, sodass der Hund ins Freie gelangen konnte", mutmaßt die betroffene Familie. Beim Versuch, den Schäferhund abzuwehren, verletzte dieser den Hundeführer und riss danach dem Rauhaardackel durch einen weiteren Biss die Bauchdecke auf, sodass dem Tier die Eingeweide herausfielen. Danach folgten weitere schwere Beißattacken an Hals und Kopf des Dackels. In dem Stadtteil hätten sich daraufhin "tumultartige Szenen" abgespielt. Der 42-jährige Spaziergänger rief lautstark um Hilfe, bis sich herbeigeeilte Anwohner "erbarmten" und Polizei, Notarzt sowie Tierarzt verständigten. "All diesen hilfsbereiten Menschen ist es zu verdanken, dass dieser Schrecken schnell ein Ende finden konnte", so die betroffene Familie weiter. Der Dackel sei "bestialisch zugerichtet" und wenig später vom Tierarzt von seinen Qualen erlöst worden.

Gegen den Besitzer des Schäferhundes wurde nunmehr Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Der Rüde sei auch nicht das erste Mal auffällig geworden, habe schon einmal einen Hund, geführt von einem kleinen Mädchen, attackiert, ließ aber von dem Tier ab, weil es ein Weibchen war. Der Dackel wiederum war ein Rüde.

Die Familie appelliert wegen des schlimmen Vorfalls an Hundebesitzer, ihren Pflichten nachzukommen. Laut Polizeiverordnung der Stadt Bad Düben müssen Tiere so beaufsichtigt werden, dass Menschen und andere Tiere nicht gefährdet werden. Und die Besitzer müssen dafür sorgen, dass ihre Tiere auf öffentlichen Straßen nicht unbeaufsichtigt frei umherlaufen. Gegen diesen Paragrafen hat der Schäferhund-Besitzer in der Hammermühle augenscheinlich verstoßen. Er kann jetzt mit einer Geldbuße von fünf bis 1000 Euro, bei fahrlässigen Zuwiderhandlungen bis zu 500 Euro belegt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.03.2014

Von Nico Fliegner

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