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Bad Düben Bad Düben: Chefarzt Dr. Albrecht Förster in den Ruhestand verabschiedet
Region Bad Düben Bad Düben: Chefarzt Dr. Albrecht Förster in den Ruhestand verabschiedet
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08:11 30.03.2018
Die Röntgenmitarbeiterinnen verabschieden sich mit einer Spezial-Röntgenaufnahme mit der Hand von ihrem beliebten Oberarzt. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Für Dr. Albrecht Förster, Chefarzt des Zentrums für Gelenkerkrankungen und Sportmedizin am MediClin Waldkrankenhaus Bad Düben, war Donnerstag der letzte Arbeitstag. Nach fast 40 Jahren Tätigkeit in Bad Düben wechselt er zum 1. April in den Ruhestand, teilte Constantin Sauff, Sprecher von Waldkrankenhaus und Reha-Zentrum in Bad Düben, mit.

Feierliche Verabschiedung

Über 100 Gäste – darunter viele langjährige Weggefährten, Mitarbeiter aus dem Haus und ehemalige Kollegen – kamen im großen Vortragsraum zusammen, um Förster alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt zu wünschen. „Herr Dr. Förster hat die Entwicklung des Waldkrankenhauses als orthopädisches Fachkrankenhaus fast von Anfang an mitgeprägt“, betonte Jan Müller, Kaufmännischer Direktor des MediClin Standorts Bad Düben, der die Veranstaltung moderierte. „Für seinen großen Gestaltungswillen und seinen unermüdlichen Einsatz im Dienste unserer Patienten sind wird ihm sehr dankbar.“

Dr. Försters Stationen

Dr. Jacqueline Repmann, Ärztliche Direktorin des MediClin Waldkrankenhauses Bad Düben, würdigte die fast vier Jahrzehnte Schaffenszeit Försters und blickte auf wichtige Stationen zurück. So studierte Dr. Albrecht Förster bis 1979 Medizin an Humboldt Universität zu Berlin. Seine Facharztausbildung absolvierte er anschließend bis 1983 in Bad Düben. Ab 1995 war er dort in leitender Position tätig. Neben seiner Tätigkeit am Waldkrankenhaus war Förster unter anderem Vorstandsmitglied des Rheumazentrums Leipzig und Mitglied in vielen weiteren Fachgesellschaften.

„Herr Dr. Förster hat neben Herrn Dr. Jungmichel maßgeblich dazu beigetragen, dass das Waldkrankenhaus Bad Düben bereits zu Ostzeiten als die Sportklinik bekannt war und auch heute noch einen ausgezeichneten Ruf genießt“, resümierte Repmann während ihrer Laudatio. „Darüber hinaus war es ihm stets ein wichtiges Anliegen, sein Wissen an die nächste Generation Mediziner weiterzugeben.“ Sowohl in der Handchirurgie als auch in der Rheumatischen Orthopädie verfügte Förster über die Weiterbildungsermächtigung für drei Jahre. Der handchirurgischen Prüfungskommission der Sächsischen Landesärztekammer stand er als Vorsitzender vor.

Weggefährten danken

Vor der Eröffnung des Buffets richteten die ehemalige leitende OP-Schwester Gabriele Mehrer und der langjährige Weggefährte Dr. Joachim-Michael Engel aus Bad Liebenwerda herzliche Worte an Dr. Albrecht Förster und bedankten sich für die stets sehr kollegiale Zusammenarbeit. Für die musikalische Umrahmung der Abschiedsfeier sorgte der Musiker NEO.

Bis zuletzt war Förster fast täglich im OP aktiv und brachte seine große Erfahrung im Bereich der speziellen Gelenkerkrankungen ein. „Meine letzte Operation habe ich erst gestern durchgeführt, einen Eingriff an der Hüfte“, sagte Förster nicht ganz ohne Wehmut. Dennoch freue er sich darauf, nun mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können. Kommissarisch wird das Zentrum für Gelenkerkrankungen und Sportmedizin ab sofort von der Ärztlichen Direktorin Dr. Jacqueline Repmann geführt.

So ganz kann sich Förster aber noch nicht von seiner ärztlichen Berufung lossagen: „Meine wöchentliche Sprechstunde im Waldkrankenhaus wird es weiterhin geben.“

Dr. Förster zieht nach Berlin

Privat zieht es Albrecht Förster mit seiner Frau Sylvia, die niedergelassene Ärztin in Bad Düben ist, nach Berlin Rangsdorf. Dort haben sie ein Haus gebaut, ihre Villa am Kurpark in Bad Düben steht zum Verkauf. In Berlin wohnt auch Tochter Juliane, die mit ihrem Mann vier Kinder hat. Opa Albrecht wird dort der neue Mannschaftsarzt seiner drei fußballspielenden Enkel.

Von LVZ

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