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Bad Düben Bad Düben: Einigung im Freibad-Streit
Region Bad Düben Bad Düben: Einigung im Freibad-Streit
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16:00 01.07.2017
Dieses Jahr kann man noch im Dübener Freibad baden, 2018 wird es geschlossen, dann folgt der Neubau. Quelle: Wolfgang Sens
Bad Düben

Im Streit zwischen der Stadt Bad Düben und dem Ehepaar Glewe als Pächter des Freibades Hammermühle hat es eine Einigung gegeben. Der Vergleichs-Vorschlag sei angenommen worden, sagte Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Konkret gehe es um die vorzeitige Auflösung des bis 31. Dezember laufenden Pachtvertrages bereits in diesem September. Hintergrund: 2018 bleibt das Bad wegen des Umbaus zum NaturSportBad geschlossen. Die Stadt zahlt für entgangene Gewinne und getätigte Investitionen und will im Ausschreibungsverfahren um die künftige Betreibung darauf Einfluss nehmen, dass der bisherige Pächter weiter beschäftigt wird. Das schließe nicht aus, dass er sich als Betreiber bewerben könne. „Herr Glewe wird dem Bad erhalten bleiben, das begrüße ich sehr“, so Münster.

Seit Januar wurde zwischen beiden Seiten permanent verhandelt. Auslöser war ein Anwaltsschriftsatz, der die Stadt aufforderte, eine Unterlassungserklärung abzugeben, die sie verpflichtet, innerhalb des Pachtvertrages keinerlei Umbaumaßnahmen zu realisieren. Der Pächter sehe sich in seinem Geschäftsfeld eingeschränkt.

Bis 2018 soll das Bad für rund 2,5 Millionen Euro umgebaut werden. 90 Prozent kommen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, ein Fakt, der die Maßnahme in ein besonderes Licht rückt. Es bestehe viel Abstimmungsbedarf, Kostenabrechnungen und Ausschreibungen würden genau geprüft, Behörden wie die Oberfinanzdirektion sind eingeschaltet, die Mittel müssten bis Ende 2018 abgerechnet sein. Um die Frist nicht zu gefährden, bleibt das Bad 2018 dicht und öffnet 2019.

Von Kathrin Kabelitz

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