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Bad Düben Bad Düben: Kohlebunker soll Feuerwehrmuseum werden
Region Bad Düben Bad Düben: Kohlebunker soll Feuerwehrmuseum werden
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14:17 19.05.2015
Jürgen Grothe (links) und Harald Vogel (rechts) führen Andre Nitzsche und seiner Tochter Hanna ein historisches Gefährt vor. Quelle: Steffen Brost

Viele Neugierige nutzten die Möglichkeit, das kleine Museum im Keller unterm Gerätehaus in Augenschein zu nehmen. "Unter dem Slogan 'Feuer und Flamme' sammeln, forschen, bewahren und präsentieren wir die Bad Dübener Feuerwehrgeschichte. Seit 2009 unsere Traditionsgruppe gegründet wurde, besteht deren ehrenamtliche Arbeit auch darin, die Geschichte der Wehr anschaulich zu machen", erzählte Jürgen Grothe, Vorsitzender des Fördervereins.

Die Geschichte der Wehr geht bis ins Jahr 1869 zurück. Mittlerweile steht der 144. Geburtstag an. Hunderte Exponate von heute und damals sind zusammengetragen worden und in Vitrinen ausgestellt. "Wir zeigen unter anderem historische Uniformen, alte Atemschutzmasken, Pumpentechnik von früher, Abzeichen und jede Menge originales Schriftgut", zählte Harald Vogel auf. Mittlerweile ist es eine beachtliche Sammlung geworden, der Platz wird immer begrenzter. "Die Ausstellung platzt fast aus allen Nähten", so Grothe. Deshalb soll die Schau in diesem Jahr umziehen. Dafür wollen die Kameraden den ehemaligen Kohlebunker auf Vordermann bringen. Bis Herbst soll der Umzug über die Bühne gegangen sein. "Hier haben wir mehr Platz. Da können wir endlich alles zeigen, auch bisher eingelagerte Exponate", so Grothe.

Ist die Schau am neuen Platz, soll aus der stattlichen Ausstellung ein offizielles kleines Feuerwehrmuseum werden. Die Anträge dafür liegen bereits in der Schublade. "Im Herbst sollen alle behördlichen Genehmigungen geklärt sein. Dann dürfen wir uns auch offiziell Feuerwehrmuseum nennen", hofft Grothe. Über den Sommer wollen die Kameraden die unrestaurierte Handdruckspritze aus dem Jahre 1905 wieder funktionstüchtig gemacht haben. "Die wurde früher mit zwei Pferden zur Einsatzstelle gezogen. Die Handdruckspritze haben wir in einer Scheune bei Fahrendorf gefunden. Jetzt soll sie die Sammlung vervollständigen."

Trotz des Regens kamen Besucher. Sie durften auch mal im Oldtimer LF 25 probesitzen. Der fahrbereite Oldie ist der ganze Stolz der Kameraden. Er stammt aus dem Jahre 1936 und wurde von den Enthusiasten wieder flott gemacht. "Bei uns gibt es immer etwas zu tun. So restaurieren wir aktuell eine Magirus-Lafettenspritze von 1925. Das Pumpengehäuse war geplatzt und wird jetzt wieder geschweißt. Dank vieler Spenden wird diese im Herbst fertig sein und dann voll funktionstüchtig vorgeführt", sagte Grothe.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.05.2014
Kasel, Beatrice

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