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Bad Düben Bad Düben: Neujahrsempfang mit Versteigerung
Region Bad Düben Bad Düben: Neujahrsempfang mit Versteigerung
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17:24 10.01.2019
Ines Klingenberger und Sohn Eric Raiski haben für 510 Euro das  Bild von Wilfried Hagelüken ersteigert. Das Geld kommt der Suppenküche zugute. Bürgermeisterin Astrid Münster und Harald Paak waren im Saal auf Bieter-Suche unterwegs. Quelle: Wolfgang Sens
Bad Düben

Ines Klingenberger weiß, wohin sie das Bild von Wilfried Hagelüken hängen wird. „Im Wohnraum gibt es eine große freie Wand“, sagt die Bad Dübenerin, die bei der amerikanischen Versteigerung zum Neujahrsempfang in Bad Düben das Werk für 510 Euro ergatterte.

Erlös für die Suppenküche

Das Geld kommt der Suppenküche der Adventgemeinde zugute, die einmal in der Woche mit viel Engagement Bedürftigen eine warme Mahlzeit bereitet. Ines Klingenberger hatte gehofft, dass noch mehr Euro im Spendentopf des Rotary-Clubs Delitzsch-Bad Düben landen. Erreicht wurde aber zumindest das Mindestziel, das Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) ausgegeben hatte, bevor sie mit Harald Paak auf Sammeltour ging.

Bad Düben begrüßt offiziell das neue Jahr – und im Heide Spa sind über 200 Gäste dabei.

Überhaupt waren es die Ehrenamtler, die im Mittelpunkt des Empfangs zum Jahresbeginn standen, bei dem der Posaunenchor unter Elisabeth Neumann vor über 200 Gästen ungewohnt schwungvolle Akzente setzte. Natürlich hatte Münster nach diesem Jahr der Wetterextreme vor allem die Kameraden der Feuerwehr im Blick.

Großes Lob für die Feuerwehr

124 Einsätze gab es in einem Jahr – so viel wie noch nie.“ Daneben die unzähligen Stunden bei Schulungen und Fortbildungen in der Kinder- und Jugendarbeit. Ein Facebook-Nutzer habe die Kameraden mal als „Helden des Sommers“ bezeichnet. „Ich ziehe meinen Hut und sage herzlich Danke“, so Münster, die selbst zur Aktiven wurde. Am wohl „denkwürdigsten Wochenende meiner Amtszeit“, als sie mit „Die große Reise“ die faszinierende Aufführung des LandSchafftTheaters erlebte und einer Einladung zur Teilnahme an Ausbildungsstunden folgte. „Für mich war das ein unglaublicher Vertrauensbeweis, dass ich wie selbstverständlich in die Mannschaft eingebunden war.“

Wichtige Höhepunkte stehen an

Beim Blick voraus dürfen Stichworte wie Eröffnung der Schauwerkstätten am 1. Mai, 150 Jahre Feuerwehr Mitte Juni, und Freibad-Eröffnung nicht fehlen. Im März wird eines der drei neuen Bundespolizei-Schiffe auf den Namen Bad Düben getauft. „Noch nie hat ein Ort zweimal als Namensgeber fungiert“, so Münster.

Kommunalwahl im Blick

Im Mai ist Kommunalwahl. Die Stadtchefin hofft auf engagierte Mitstreiter, wie es sie im aktuellen Stadtrat gibt, nannte stellvertretend Harald Paak (CDU), Werner Wartenburger (SPD) und Andreas Flad, deren Mitwirkdauer die Drei-Jahrzehnte-Marke streift. Auch die Sicht des Ehrenbürgers auf die Stadt ist gefragt. Wolfgang Apitzsch wird im Dezember 90 und Münster hat eine Bitte an „das gute Gedächtnis der Stadt: Schreib alles auf.“

Kurdirektor ist zufrieden

Klagen übers Wetter waren von Kurdirektor Ole Hartjen eher nicht zu vernehmen. Im Gegenteil: „Mir bleibt als Touristiker ein großartiger Sommer in Erinnerung, auch wenn er insbesondere Landwirte und Feuerwehren vor große Herausforderungen stellte.“ Entsprechend positiv verlief das Jahr für Kurbetriebsgesellschaft und Heide Spa Hotel GmbH & Co. KG, was Bilanzen, Badeintritte und Hotel-Auslastung betrifft.

Blechtelefon für Dialog mit dem Pfarrer

Zur Amtseinführung am Sonntag in der Kirche gab es für Dübens neuen Pfarrer Andreas Ohle eine Flasche Pfälzer Wein vom Herrgottsacker. Astrid Münster griff eine Idee aus der Partnerstadt Diez auf und schenkte dem 35-Jährigen ein „modernes Kommunikationsmittel“ á la Alfons Zitterbacke – ein Blechtelefon. Will heißen: Auch wenn sie dies zu Beginn ihrer Amtszeit nicht so gesehen habe, die Sicht eines Geistlichen auf die Lage der Dinge könne hilfreich sein.

Auch Ohle hatte zuvor betont, dass Gesellschaft, Kommune und Kirche zusammengehören und aufeinander angewiesen sind. Dazu gehört auch „Probleme sachlich anzusprechen, nicht unter den Teppich zu kehren, bis man darüber stolpert, sondern nach Lösungen zu suchen“, gab Münster den Gästen mit auf den Weg, bevor der Abend bei Snackteller, Wein und Wasser sowie Gesprächen weiterging.

Von Kathrin Kabelitz

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