Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Bad Düben: Rechts vor links im Windmühlenweg ist ein Problem
Region Bad Düben Bad Düben: Rechts vor links im Windmühlenweg ist ein Problem
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 10.02.2018
Im Bad Dübener Windmühlenweg gelten 30 km/h. Diejenigen, die dort zu schnell unterwegs sind, werden zur Kasse gebeten. Die Polizei kontrolliert regelmäßig. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Seit Oktober 2016 ist der Windmühlenweg in Bad Düben fertig ausgebaut. Seitdem heißt es aber auch: Das gesamte Siedlungsgebiet zwischen Windmühlenweg, Gustav-Adolf-Straße und Schmiedeberger Straße ist eine Tempo-30-Zone. Dass dort nach wir vor manche Autofahrer zu sehr auf das Gaspedal drücken, ist bekannt. Auch bei der jüngsten Versammlung zwischen Heimatverein und Bürgermeisterin kam das Thema wieder auf den Tisch. Die Polizei führt deswegen Geschwindigkeitsmessungen durch. „Uns ist das Problem bekannt. Seit der Umwidmung haben wir über zehn Kontrollen vorgenommen. Allerdings haben wir bisher keine extreme Überschreitung feststellen können. Die Schnellsten lagen um die 50 Stundenkilometer. Und das liegt alles noch im Ordnungswidrigkeitsbereich“, sagt Polizeioberkommissar Tom Kallenbach.

Autofahrer missachten rechts vor links

Vielmehr beobachten die Ordnungshüter, dass sich immer wieder Autofahrer und Radfahrer nicht an die Verkehrsregeln halten. Denn hier gilt im gesamten Bereich rechts vor links. Allerdings kann auch hier die Polizei beruhigen. „Wenn wir Vorfahrtsverletzungen beobachten, weisen wir darauf hin. Aber bis heute gibt es wegen der neuen Vorfahrtsregelung noch keinen einzigen Unfall, den wir aufgenommen haben“, erklärt Kallenbach.

Die Anlieger hatten sich vor Baubeginn im Jahre 2015 bei einer Anliegerversammlung für die Beschilderung des Windmühlenweges als Tempo-30-Zone ausgesprochen. In der Brunnenstraße galt Tempo 30 schon zuvor. Mit dem geplanten Umbau des alten Gymnasiums in der Durchwehnaer Straße zum modernen Schulzentrum rückt auch die Verkehrssituation in diesem Bereich verstärkt in den Blickpunkt. Es werde nach wie vor gerast, kritisieren die Anwohnerin.

Stadt blitzt nicht selbst

Dem Ruf nach Blitzmaßnahmen kann die Stadt nur bedingt nachkommen. „Wir sind keine Stadt mit über 10 000 Einwohnern, sind nur für den ruhenden Verkehr zuständig“, so Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Sie habe bei der Behörde aber schon mehrfach angemahnt, auch Straßen wie die Durchwehnaer Straße und den Windmühlenweg zu kontrollieren und nicht vorrangig die Muldebrücke. 2019 sei zudem Geld im Haushalt eingestellt, um den Fußweg weiter zu führen. Geplant sei auch eine Vor-Ort-Begehung, um abzuklären, welchen Schulweg die Kinder künftig nehmen sollten. Regelmäßig streifen die Polizeifahrzeuge auch durch dieses Gebiet. Doch bis heute liegen weder im Eilenburger Polizeirevier noch im Polizeiposten Bad Düben Anzeigen vor. „Wir haben noch nichts derartiges feststellen können. Wir sind dort sowohl tagsüber als auch nachts unterwegs. Tagsüber ist relativ wenig Verkehr. Und abends haben wir das Gelände immer im Blick. Wenn Raserei festgestellt wird, dann sollten sich die Anwohner auch mal ein Kennzeichen notieren und es an uns weitergeben“, so Kallenbach.

Von Steffen Brost

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

So voll ist es in der Stadtkirche von Bad Düben wohl nur zu Weihnachten. Die Sorge um die Zukunft des Evangelischen Schulzentrums treibt die Eltern um.

23.02.2018

Wer mit dem Bus oder der Bahn den länderübergreifenden Naturpark Dübener Heide an den Wochenenden erleben will, hat schlechte Karten – er kommt meistens nicht weit. Eine neue Initiative sucht jetzt nach Lösungen.

06.02.2018

Die Päckchen und Spenden, die in Eilenburg und Umgebung für Bedürftige in Tiraspol gesammelt wurden, sind gut angekommen. Und sie werden gebraucht, berichtet der Laußiger Heizungsbauer Gerald Kräger, der einen Teil davon selbst übergeben konnte.

06.02.2018