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Bad Düben Zwölf Schafe bei Wolfs-Attacken getötet
Region Bad Düben Zwölf Schafe bei Wolfs-Attacken getötet
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17:30 17.03.2019
Blick auf den Ortseingang des Heidedorfes Tornau (Landkreis Wittenberg), gelegen nördlich der Kurstadt Bad Düben. Dort hat höchstwahrscheinlich der Wolf in den vergangenen Tagen mehrere Schafe getötet. Quelle: Nico Fliegner
Bad Düben/Tornau

Der erste Übergriff habe sich bereits in der Nacht von vorigen Dienstag auf Mittwoch auf eine Schafherde eines Landwirtschaftsbetriebes in Tornau ereignet, wodurch acht Tiere verendeten. In der Folgenacht habe es eine weitere Attacke auf die Herde eines Hobby-Schafhalters im Dorf gegeben. Dabei seien vier Tiere getötet worden. „Es handelt sich wahrscheinlich um Wolfsübergriffe. Das Wolfskompetenzzentrum Iden entnahm an den verendeten Schafen entsprechende Proben. Das Ergebnis steht aus“, teilte Axel Mitzka, Vorsitzender des Vereins Dübener Heide, auf Anfrage mit.

Elektrozäune aufgebaut

Der Naturparkträgerverein stellte Elektrozaunmaterial zur Sicherung eines Nachtpferches zur Verfügung, half bei der Installation und barg gemeinsam mit dem betroffenen Landwirtschaftsbetrieb die verendeten Tiere vom Grundstück. Der betroffene Hobby-Schafhalter verzichtete auf Hilfe. Stattdessen forderten ein Tornauer Rinderhalter und eine weitere Schafhalterin aus dem Dorf Hilfe an. Deren Weidefläche sei an diesem Wochenende vorsorglich mit Elektrozaun, Schlaggerät und Batterie ausgestattet worden.

Weitere Wolfs-Übergriffe möglich

„Aufgrund der Tatsache, dass zwei Nächte in Folge im gleichen Ort Übergriffe erfolgten, möchten wir ortsansässige und umliegende Tierhalter für eine mögliche Gefährdung ihrer Tiere sensibilisieren“, so Mitzka. Dazu hat der Verein am Sonntag eine entsprechende Meldung verbreitet.

Auch Tornaus Bürgermeister Udo Reiss warnte via Facebook vor weiteren möglichen Wolfsangriffen: „Alle Tierhalter in und um Tornau werden gebeten, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um weitere Verluste zu vermeiden. Zur Beantragung von Fördermitteln für die Anschaffung von Schutzzäunen“ könnten sich Tierhalter bei ihm melden. Zwischenzeitlich könnten Schutzzäune beim Verein Dübener Heide kostenlos ausgeliehen werden, so Reiss.

Erst zuletzt gab es Meldungen aus Schöna (Gemeinde Cavertitz) und Audenhain (Gemeinde Mockrehna) im Landkreis Nordsachsen, wo der Wolf Tiere gerissen hatte.

Von Nico Fliegner

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