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Bad Düben Waldfriedhof bleibt bis Mitte März gesperrt
Region Bad Düben Waldfriedhof bleibt bis Mitte März gesperrt
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07:00 10.02.2018
Schwere Technik räumt die gefallenen Bäume rings um den Waldfriedhof im Bad Dübener Ortsteil Hammermühle beiseite. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Orkantief „Friederike“ hat dem Bad Dübener Kirchenforst arg zugesetzt. Rund 5000 Festmeter Holz fielen dem Sturm zum Opfer. Mittendrin der Waldfriedhof. Über 60 Bäume ließ „Friederike“ wie Streichhölzer umknicken oder samt Wurzelballen umfallen. Gräber wurden zerstört, ein Teil der Friedhofskapelle beschädigt. Der Schaden ist enorm. Weil die Versicherung nur einen Teil zahlt, ruft die Stadt jetzt die Bürger zur Mithilfe auf.

Christian Mehrer beim Befestigen eines Stamms, den ein Kran aus dem Friedhofsgelände herausbugsiert. Quelle: Steffen Brost

Waldfriedhof bis Mitte März gesperrt

Bis Mitte März ist die Ruhestätte gesperrt. „Nach dem Abtransport kontrollieren wir die Standsicherheit der übrigen Bäume, die Wege müssen hergestellt werden. Danach wird entschieden“, sagte Friedhofsverwalter Norbert Krüger. Doch was passiert, wenn bis dahin eine Beisetzung oder einen Urnengrab notwendig wird? „Eine Urne darf laut Gesetz bis zu sechs Monate aufbewahrt werden, bis sie beigesetzt werden kann. Ein Sarg muss binnen zehn Tage unter die Erde. Sollte letzteres eintreten, werde ich alles versuchen, dass wir eine Lösung finden.“

Das Aufräumen hat begonnen

Diese Woche haben die Aufräumarbeiten begonnen. „Wir haben ein externes Unternehmen beauftragt, die gefallenen Bäume fachgerecht zu entsorgen. Danach wird der Schaden aufgenommen. Der Zaun und die Friedhofshalle sind teilweise kaputt“, sagte Christian Melzer vom Gemeindekirchenrat. Um die Bäume zu bergen, musste ein riesiger Kran zum Einsatz kommen. Für Christian Mehrer vom Öko-Service eine Premiere: „Das ist die schonendste Methode. Alles andere hätte noch mehr Schaden verursacht.“

Unterstützung gibt es von Revierförster Andreas Schirmer. Seine Mannschaft beräumte den Bereich rings um den Friedhof. „Das Wetter kommt uns entgegen. Es ist gefroren, die Fahrzeuge sinken nicht so im Morast ein. Allerdings brauchen wir noch etwa acht Wochen, bis das meiste weggeschafft ist und die Schäden halbwegs beseitigt sind. Danach sollen Schritt für Schritt die Waldwege wieder in Ordnung gebracht werden“, so Schirmer.

Mit einem großen Kran wurden zehn Baumstämme aus dem Friedhofsgelände gehoben. Quelle: Steffen Brost

Dübener sind zur Mithilfe aufgerufen

Auf rund 30 000 Euro schätzt Verwalter Krüger die Schäden auf der knapp ein Hektar großen Ruhestätte, wo es 200 Gräber gibt. Die Versicherung übernimmt die Hälfte. Damit wird die Behebung der gröbsten Schäden finanziert. Für Wege- und Gartenbau fehlt das Geld. „Bei den Gräbern wird juristisch geprüft, wie die rechtliche Lage ist“, so Krüger.

Die Dübener sind nun aufgerufen, zu helfen. „Ich denke, dass geht die ganze Gesellschaft, ob konfessionslos oder -gebunden, etwas an“, sagt Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Andernorts würden die Friedhöfe von den Kommunen betrieben, in diesem Fall von der Kirchgemeinde. Den Plan, Kräfte zu mobilisieren, um beim Beräumen der Schäden zu helfen, hat sie verworfen: „Hier müssen Fachfirmen ran.“

Spendenkonto

Spenden: Sparkasse Leipzig, BIC: WELADE8LXXX, IBAN: DE80 8605 5592 1090 0218 16. Verwendungszweck: Schadensbeseitigung auf dem Waldfriedhof Bad Düben

Von Steffen Brost und Kathrin Kabelitz

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