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Bad Düben bleibt Energiesparstadt

Bad Düben bleibt Energiesparstadt

Die Kurstadt wird nach 2005 und 2009 zum dritten Mal mit dem European Energy Award (EEA) ausgezeichnet und darf weitere drei Jahre den Titel Energiesparstadt tragen.

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Auditor Udo Schmermer (rechts) und Annekatrin Duch von der Saena im Gespräch mit Markus Krisch vom Bauamt und Vertretern des Energieberaters.

Quelle: Thomas Jentzsch

Bad Düben. Der EEA ist ein europaweiter Preis, den Kommunen für ihr Engagement im Klimaschutz und der kontinuierlichen Verbesserung der energetischen Maßnahmen erhalten. Am Montag prüfte ein externer Auditor, inwieweit die Kommune die Anforderungen erfüllt - mit 53 Prozent der zu erreichenden Punkte auf der europäischen Energieeffizienzskala ist dies knapp gelungen. Die Auszeichnung wird am 4. November in Dresden übergeben.

Die Dübener waren vor allem mit Vertretern des Energieteams und der Stadtverwaltung am Montag zahlenmäßig stark im Ratssaal des Rathauses vertreten, als der externe Auditor Udo Schmermer aus Berlin den vorgegebenen Katalog Punkt für Punkt abfragte. Und auch wenn die Kurstadt bereits seit 2009 fachkompetent von Petra Reinicke in Energiefragen auch hinsichtlich der EEA-Anforderungen beraten wird - Sicherheit ob eines garantierten Erfolges bestand im Vorfeld keineswegs. "Wir sind seit 2004 im EEA-Programm dabei. In den vergangenen zwei Jahren sind die Bedingungen deutlich verändert beziehungsweise angepasst worden, weil sich die Anforderungen erhöht beziehungsweise verlagert haben. Für uns war es also auch wichtig zu sehen, wo wir stehen", so Markus Krisch vom Bauund Bürgeramt der Stadt. Punkten konnte die Kurstadt mit Bereichen wie Mobilität. Fuß- und Radwege sind gut ausgebaut, Fahrradabstellanlagen zentral erreichbar, Verkehrsanschlüsse zu zentralen Zielpunkten gut realisiert. Plus-Zähler gab es auch für die beiden mit Autogas betriebenen Verwaltungsfahrzeuge und die Tatsache, dass in der Arbeit aller Ressorts im Rathaus der Faktor Energie eine wichtige Rolle spiele. Tag der erneuerbaren Energien, Bürgersolarkraftwerk, Öko-Beirat, Energiestammtisch - dafür heimsten die Kurstädter in puncto Öffentlichkeitsarbeit Pluspunkte ein. Weniger gut kommt an, dass die Stadt sich zwar Energiesparstadt nennt, für ihre Bauherren aber keine zusätzlichen Anreize bietet, Maßnahmen mit entsprechenden Förderungen zu unterstützen. Trotz des eingeführten Energiemanagements, bei dem der Energiebedarf öffentlicher Gebäude monatlich auf dem Prüfstand stehe, gäbe es noch ein Missverhältnis zwischen Energieverbrauch und der Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien. Zwar gibt es mit Anlagen im Naturparkhaus, Turnhalle Durchwehnaer Straße und Mittelschule Windmühlenweg Projekte - dieser Bereich sei ausbaufähig. Dies aber mit Blick auf die Rahmenbedingungen, wie beispielsweise den Denkmalschutz. In der künftigen Arbeit wird Düben zudem mehr den Fokus darauf richten müssen, weitere Verbände und Vereine sowie die Wirtschaft in den EEA-Prozess einzubinden und gemeinsame Projekte zu starten. Die Zertifizierung sei ein weiterer Schritt zur Umsetzung des Leitbildes "ökologische Kurstadt", so Krisch. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.08.2013

Kathrin Kabelitz

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