Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Bad Düben bringt Planung für Jugendintegrations-Camp auf den Weg
Region Bad Düben Bad Düben bringt Planung für Jugendintegrations-Camp auf den Weg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 04.02.2017
So sehen die Planer das umgebaute Bad. Quelle: Grafik: Infu GmbH
Anzeige
Bad Düben

Wie weit sind die Planungen für das Freibad Hammermühle, das ab Sommer zum Jugendintegrationscamp im NaturSportBad Dübener Heide umgebaut werden soll? Karl-Heinz Winter und Werner Schierl von der Ingenieurgesellschaft für Umweltplanung mbH stellten am Donnerstag dem Dübener Stadrat den aktuellen Stand vor. Demnach soll es ein neues Funktionsgebäude geben, außerdem wird der alte Kiosk abgerissen und neu errichtet. Bei der Beckenlandschaft gab es zu dem im Herbst vorgestellten Entwurf keine Änderungen. Alles in allem übersteigen die Kostenschätzungen das Budget von 2,5 Millionen Euro. Keine Rolle spielte der derzeit schwelende Streit zwischen Stadt und Pächter, bei dem es um den bis 2018 geltenden Pachtvertrag geht. Und das sieht der Plan vor:

Gebäude: Zwei Gebäude sind geplant. Zum einen geht es um ein neues Funktionsgebäude inklusive Sanitäreinrichtungen, Familiendusche, Wärmehalle mit Kaminofen für die Camp-Teilnehmer, Außenküche und Bestuhlung für 30 bis 50 Personen. Statt fünf Übernachtungs-Tonnen wird es im Außenbereich acht geben. Damit sei es möglich, so Werner Schierl, Gruppen in Schulklassen-Stärke unterzubringen. Der zweite Hochbau betrifft den Um- und Neubau des Kiosk, Küche und Kassenbereich. Der einstmals nachträglich angebaute Teil soll abgerissen, von dort aus soll der Neubau des Kiosk erfolgen. Das Gebäude soll insgesamt etwas kürzer werden. Das Kiosk-Angebot bleibt wie gewohnt bestehen.

Eingang und Parkplatz: Der Eingang wird versetzt, der Ausgang erfolgt an anderer Stelle. Es gibt zudem einen Extra-Ausgang für das Camp sowie in Höhe der Filteranlagen eine Versorgungsausfahrt. Die Idee ist zudem, dem Parkplatz mit einer sichtbaren Parkordnung eine Struktur zu verpassen, ohne dabei große Kosten zu verursachen. Angedacht ist, die jetzige Radabstellfläche in Nähe der Kasse zu verlagern. Es gibt einen Kassenautomaten.

Kosten: Unter anderem wegen des Kiosk-Neubaus liegen die Schätzungen derzeit mit etwas über 100 000 Euro über dem Budget von 2,5 Millionen Euro. Klare Aufgabe an die Planer aber ist: Der finanzielle Rahmen muss eingehalten werden. Einsparmöglichkeiten, so Karl-Heinz Winter, gebe es zum Beispiel mit einer einfacheren Gestaltung des Eingangsbereiches. Denkbar wäre auch, auf die Breitwellenrutsche, die rund 100 000 Euro kostet, vorerst zu verzichten, die baulichen Voraussetzungen dafür aber mit dem Umbau zu schaffen. Zusätzliche Gelder für solch ein Projekt zu akquirieren sei möglich, so die Planer, die ein Beispiel anbrachten, wo ein Geldinstitut eine solche Rutsche finanziert hat.

Becken-Landschaft: An den bisherigen Planungen wird festgehalten, so Werner Schierl. Demnach wird die Wasserfläche auf 1500 Quadratmeter verkleinert, wirkt aber inklusive Strand und Wiese größer, weil der Wasserspiegel angehoben wird. Über eine mit Sand aufgeschüttete Fläche gelangt man zunächst in ein Areal, das etwa 1,35 Meter tief ist und drei 25-Meter-Bahnen hat. Dann folgt der Tiefwasserbereich, der in 1,50 Meter und 1,80 Meter Tiefe aufgeteilt ist. Für die Kleinsten gibt es ein extra Planschbecken, für die Schwimmer aufblasbare Kletterattraktionen und abgegrenzte Bahnen.

Die nächsten Schritte: Nach dem O.k. für den Planungsentwurf folgen Plan-Fertigstellung, Kostenberechnung bis Ende Februar/Anfang März, Einreichen des Genehmigungsantrags. Erste Abstimmungen mit den Behörden so Karl-Heinz Winter habe es schon gegeben, Hürden zeichnen sich nicht ab. Nach Ende der Saison 2017 soll der Umbau starten.

Von Kathrin Kabelitz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Wirtschaftsplan der Wohnungsgesellschaft Bad Düben für 2017 sind 400 000 Euro für Instandhaltung und Investitionen festgeschrieben. Rund 100 000 Euro fließen davon in Modernisierungen in der Stein- und Kohlhaasstraße. Insgesamt stehen 100 Wohnungen leer – das Unternehmen hofft auf Zuzug. Eine Immobilie wird veräußert.

03.02.2017

Das Internet ist im Wahljahr 2017 längst kein Neuland mehr, sondern ein wichtiger Ort der Meinungsbildung und des Austauschs. Auch die nordsächsischen Politiker und Amtsträger sind längst im Netz, präsentieren sich auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken. Wir haben deshalb einmal die Online-Aktivitäten einiger Politiker unter die Lupe genommen.

02.02.2017

Brennholz aus den nordsächsischen Wäldern gilt immer noch als eine günstige Variante, um das heimische Haus zu heizen. Die Förster erleben gerade einen Boom, geben wieder mehr Sammelscheine aus als noch im Vorjahr. Dafür gibt es mehrere Gründe.

05.02.2017
Anzeige