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Bad Düben Bad Düben ehrt über 200 Fluthelfer
Region Bad Düben Bad Düben ehrt über 200 Fluthelfer
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13:55 19.05.2015
Bürgermeisterin Astrid Münster zeichnet Fluthelfer aus, die sich im Juni 2013 besonders verdient um die Stadt Bad Düben gemacht haben. Quelle: Nico Fliegner

Die Stadtverwaltung hatte sie zu einer Dankeschön-Veranstaltung eingeladen.

Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) ließ in ihrer Rede jene Zeit auf bemerkenswerte Weise Revue passieren: Die Stadtchefin zitierte mit Charme und Witz aus den Einsatzprotokollen jener Tage, machte die zeitweise dramatische Situation deutlich, präsentierte aber Kurioses, was dem Abend zu viel Kurzweil verhalf, zum Beispiel als die Meldung am 2. Juni gegen 19 Uhr im Rathaus einging: Hätten gern zehn Döner und 15 Pizzen. Die seien dann auch von Andrea Kern von der Stadtverwaltung schnell besorgt worden. Helfen macht eben auch hungrig.

Auch wenn Bad Düben nicht unter Wasser stand, so spitzte sich die Lage immer wieder zu: Tiefensee und Schnaditz mussten evakuiert werden, ebenso die Bewohner Am Lauch. Die Pumpstation für Abwässer auf dem Burggelände explodierte, das System drohte von innen abzusaufen, weil das Muldewasser drückte. Doch weil Spezialpumpen des THW zum Einsatz kamen, konnte Schlimmes verhindert werden. "Das war unser großes Glück", so die Bürgermeisterin. Vor allem nachts habe es "immer wieder Probleme" gegeben. Aber Helfer standen stets zur Seite und Menschen mit Erfahrung, die Münster in der schwierigen Zeit unterstützten, darunter Uwe Kulawinski, Edith Scheeren und Werner Stärtzel, aber auch Vertreter der örtlichen Feuerwehren und befreundeter Wehren aus dem Umland und aus Diez, der Partnerstadt, sowie heimische Unternehmen, die Technik bereitstellten. Auch die Verpflegung musste abgesichert werden - hier tat sich Familie Vogel aus Bad Düben hervor, die im Feuerwehrgerätehaus kochte, Brote schmierte und für Getränke sorgte.

Sie alle wurden am Mittwoch mit dem sächsischen Fluthelferorden geehrt, erhielten zudem eine Anerkennungsurkunde. Aus den Reihen der Schnaditzer Wehr rief einer lauthals "Danke" in die Runde. Münster: "Ihr müsst euch nicht bedanken. Wir sitzen alle in einem Boot."

Über eine Woche haben die Helfer gegen das Wasser gekämpft - mit Erfolg. Und sie taten das aus voller Überzeugung. Bad Dübens Alterskamerad Harald Vogel brachte schließlich auf den Punkt, worum es den Kameraden geht: "Helfen in der Not, das ist unser oberstes Gebot."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.05.2014
Von Nico Fliegner

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