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Bad Düben Bad Düben empfängt Brunnenbauer aus ganz Deutschland
Region Bad Düben Bad Düben empfängt Brunnenbauer aus ganz Deutschland
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15:00 20.02.2016
Vor dem Heide Spa war die neue Bohrraupe aufgestellt. Quelle: Kathrin Kabelitz
Bad Düben

Die Hotels in Bad Düben sind ausgebucht und am Heide Spa wird modernste Bohrtechnik aufgefahren. Deutschlands Brunnenbauer und Geothermiker haben sich in den vergangenen Tagen in der Kurstadt zu Fachtagungen getroffen. Rund 250 Experten aus dem gesamten Bundesgebiet waren zu Gast. „Erstmals hier in Bad Düben, zum zweiten Mal in den neuen Bundesländern“, betont der Dübener Brunnenbaumeister Werner Engelmann, bei dem die Organisationsfäden für die 67. Auflage des Treffens zusammenliefen. Engelmann war zufrieden ob des Zuspruchs, aber auch der Tatsache, dass sich planende, genehmigende und bauausführende Partner beim größten Branchentreff in Deutschland gemeinsam auf einer Plattform austauschen können. „Diese Veranstaltung dient auch als Weiterbildung, alle zwei Jahre muss ein entsprechendes Zertifikat vorgewiesen werden.“ Eine Fachmesse begleitet das Tagungsgeschehen.

Eine der Hauptaufgaben für den 56-Jährigen, der unter anderem als Vorsitzender der Bundesfachgruppe Brunnenbau, Spezialtiefbau und Geotechnik im Zentralverband des Baugewerbes fungiert, war es in den letzten Wochen, Referenten für die Tagung zu gewinnen. „Dazu gehören Autoren von Fachbüchern, Firmen- und Behördenvertreter, die über neue rechtliche, aber auch technische Entwicklungen sprechen. Und das möglichst praxisgerecht.“ Einer der Schwerpunkte ist die seit April geltende neue Bauherren-Förderung für erdwärmegekoppelte Wärmepumpen bei Neubauten von Eigenheimen von mindestens 4500 Euro und bei Umrüstung von mindestens 6750 Euro. Für den Kunden zahlt sich das unterm Strich als Ersparnis aus, die Brunnenbauer merken die verstärkte Nachfrage in ihren Auftragsbüchern.

Werner Engelmann, der den Betrieb in dritter Generation führt und die Übergabe an die vierte, seinen Sohn, vorbereitet, wird dieser Entwicklung gerecht. Anlässlich der Tagung stellte er vor dem Heide Spa eine neue, hochmoderne Geotec-Bohrraupe aus. Mit dieser rund 260 000 Euro teuren Technik kann eine 200 Meter tiefe Erdwärmesonde an nur einem Arbeitstag errichtet werden, eine 100 Meter tiefe Bohrung ist an einem halben Tag geschafft. „Bisher brauchten wir dafür ein bis zwei Tage, zu DDR-Zeiten waren es gar bis zu vier Wochen.“ Bohren und Verrohren sind jetzt in einem Arbeitsgang möglich, hinzu komme, dass Klarwasser ohne Spülzusätze verwendet werde. Dies sei, so Engelmann, aus umwelttechnischer Sicht ein wichtiger Aspekt.

Von Kathrin Kabelitz

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