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Bad Düben Bad Düben gibt für die Kindereinrichtungen eine Million Euro aus
Region Bad Düben Bad Düben gibt für die Kindereinrichtungen eine Million Euro aus
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08:00 15.04.2016
Bad Düben gibt dieses Jahr Millionen aus – unter anderem für die Kitas. Quelle: Gina Sanders/Fotolia
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Bad Düben

Der Haushalt für das Jahr 2016 der Stadt Bad Düben ist seit Donnerstag rechtskräftig. Dabei lohnt auch ein näherer Blick auf den elf Millionen Euro schweren Ergebnishaushaushalt. Über ihn rechnet die Stadt zwar nicht die Investitionen, dafür aber ihr Personal, die Kreisumlage oder auch den Zuschuss an freie Träger ab. Doch vor dem Ausgeben kommt das Einnehmen. Woher bezieht die Kurstadt also ihre Einnahmen?

Nach 2015 sind die Steuern in diesem Jahr zum zweiten Mal der größte Ertragsposten der Stadt. Sie machen mit 5,4 Millionen Euro 49 Prozent der Einnahmen aus. Hierbei wiederum bleiben die Erträge aus der Grundsteuer A und B mit einer Million Euro stabil. „Bei der Gewerbesteuer“, so Kämmerer Sylvio Grahle, „gehen wir von zwei Millionen Euro aus.“ Das seien zwar 400 000 Euro weniger als im Jahr 2015 erzielt worden, erläutert er, „doch da war auch ein Einmaleffekt drin, der sich so nicht wiederholen wird.“ Außerdem kann die Stadt mit zwei Millionen Euro als Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer rechnen, die Umsatzsteuer spült 365 000 Euro in die Kasse. Zweiter großer Einnahmeposten nach den Steuern sind die Zuweisungen mit 42 Prozent (4,6 Millionen Euro). Der Rest speist sich aus Leistungsentgelten, Mieten und Pachten sowie Konzessionserträgen.

Ausgegeben wird das Ganze natürlich auch. Unterteilt wird dabei in die vier Kategorien Transfer (4,9 Millionen), Sach- und Dienstleistungen (2,6 Millionen Euro), Personal (1,8 Millionen Euro) und Abschreibung (1,7 Millionen Euro). Im Einzelnen interessant: Die Stadt zahlt allein an die freien Träger der Kindereinrichtungen 2,1 Millionen Euro, bekommt dafür ihrerseits aber nur 950 000 Euro Landesmittel. Unterm Strich lässt sich die Kommune die Kinderbetreuung damit immerhin eine reichliche Million Euro kosten. Noch etwas teuerer ist nur die Kreisumlage. Bad Düben überweist in diesem Jahr immerhin 2,3 Millionen Euro an den Landkreis. „Wir haben hier den gleichen Umlagesatz wie im Vorjahr, müssen aber aufgrund unserer gestiegenen eigenen Steuereinnahmen leicht mehr zahlen“, so Sylvio Grahle. Beim Personal greift die Stadt ebenfalls tiefer in die Tasche. Hier gibt es eine Steigerung von 120 000 Euro. Begründet ist dies durch die Tarifanpassung, aber auch durch zusätzliches Personal bei EDV und im Bereich Sozialem.

Von Ilka Fischer

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