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Bad Düben Bad Düben hält am Abriss der NVA-Brachen fest
Region Bad Düben Bad Düben hält am Abriss der NVA-Brachen fest
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09:12 08.03.2017
Die Zukunft der alten NVA-Gebäude in der Durchwehnaer Straße ist vorerst wieder ungewiss. Die Stadt will sie aber nach wie vor abreißen und sucht nach einem neuen Fördertopf (Archivbild). Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Nach dem Fördermittel-Aus für das ehrgeizige Projekt „Integral Städtebegegnung Dübener Heide“ muss Bad Düben jetzt umdenken und in kleinen Schritten weiter planen. „Der Abriss von vier der fünf Wohnblöcke auf dem ehemaligen NVA-Gelände ist mit 1,2 Millionen Euro Kosten einer der Schwerpunkte“, sagte Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Nun versuche die Stadt, dieses Ziel über einen anderen Förder-Topf, beispielsweise das Programm zur Revitalisierung von Brachflächen, zu erreichen.

Spielplatz, Skaterbahn und Amphitheater hinfällig

Der Abriss stehe nach wie vor im Fokus für die Verwaltung, um dem Problem Verkehrssicherungspflicht beizukommen und einen städtebaulichen Missstand zu beheben. Anderseits sei aber auch klar, dass weitere attraktive Ziele, die auf dem Areal umgesetzt werden sollten, vorerst hintenan stehen. Der Spielplatz zum Selberbauen, das multifunktionale Objekt für Jugendpartys, Skaterbahn und Amphitheater sowie die Sanierung der Drei-Felder-Turnhalle und des Sportplatzes samt 400-Meter-Bahn seien ohne Förderung nicht zu stemmen: „Wir brauchen andere Möglichkeiten der Förderung.“ Welche, sei derzeit aber noch unklar.

Münster hat keinen Groll

Das neu aufgelegte Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ wäre für das ehemalige NVA-Gelände in der Durchwehnaer Straße, in dessen unmittelbarer Umgebung das alte Gymnasium zum modernen, evangelischen Schulzentrum umgebaut werden soll, „ideal“ gewesen, so Münster. 90 Anträge lagen im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit für die Förderrunde 2017 vor, in der 65 Millionen Euro zur Verfügung standen. Ohne Groll schaut Münster nach Zittau, der einzigen Kommune in Sachsen, die im Fördertopf drin ist. „Dort soll mit dem Umbau der Kaserne mitten in der Stadt ein städtebaulicher Missstand behoben werden. Ich kann die Entscheidung nachvollziehen.“

Trotz allem – Bad Düben kann der Wettbewerbsteilnahme auf jeden Fall einen positiven Aspekt abgewinnen. Mit Erarbeitung der Wettbewerbs-Unterlagen sei klar geworden, wie die Stadt das Areal perspektivisch gestalten wolle, so die Stadtchefin.

Von Kathrin Kabelitz

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