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Bad Düben Bad Düben hat eine neue alte Mooreiche
Region Bad Düben Bad Düben hat eine neue alte Mooreiche
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13:05 04.04.2017
Auf dem Burgvorplatz liegt jetzt eine neue Mooreiche. Quelle: Foto: Kathrin Kabelitz
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Bad Düben

Wer Bad Düben von der Muldebrücke aus erreicht, kommt zwangsläufig an ihr vorbei – an der Mooreiche, die seit Jahren auf dem Burg-Vorplatz liegt. Genau genommen seit 2. Oktober 2001, als der 1994/95 bei Arbeiten an der neuen Muldebrücke im Flusskies gefundene Baum auf Initiative des Heimatvereins Bad Düben aufgestellt und dem Landschaftsmuseum als Anschauungsmaterial übergeben wurde.

An der Mulde entdeckt

Der Fundort ließ auf ein Alter von 6000 bis 8000 Jahre schließen. In den Jahren darauf verfiel der Stamm mehr und mehr. 2011 fiel bei einem Unwetter ein Baum auf die Eiche, sie zerbrach. „Der Zahn der Zeit nagte und Wettereinflüsse taten ihr Übriges“, so der Vorsitzende des Heimatvereins Rudolf Scheeren. Es musste also ein neues Exemplar her. Dabei konnte Naturfreund und Holzbildhauer Raik Zenger helfen. Der Bad Dübener wusste von einem freigespülten Exemplar am Muldelauf zwischen Pristäblich und Laußig. Das genaue Alter kennt Zenger auch nicht. Bei früheren Untersuchungen von ähnlichen Exemplaren schwankten die Angaben der Experten zwischen 3000 und 12 000 Jahren.

Tafel gibt Auskunft

„Ohne Genehmigung kann man nicht einfach solch einen Baum aus der Aue holen. Deshalb nahmen wir Verbindung mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Landestalsperrenverwaltung Flussmeisterei Bad Düben auf“, sagt Rudolf Scheeren. Zenger half dem Verein bei der Bergung und dem Transport, ohne Technik sei dies nicht möglich gewesen. An einem Wintertag wurde der Baum zerteilt und nach Düben transportiert. Landschaftsbau Noack entsorgte die Reste des alten Baumes und legte den „neuen“ auf die Anlage. Eine Tafel klärt über die Bedeutung auf. Die Gegend um Düben ist bekannt für verkieselte Holzfunde – die im Volksmund so benannten Mooreichen. Seit rund 8500 Jahren ist die Eiche dominierende Baumart in der Aue. Das Holz diente als Feuerholz, ließ sich aber auch zu wertvollem Möbelfurnier verarbeiten.

Von Kathrin Kabelitz

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