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Bad Düben Bad Düben hat zwei neue Schützenkönige
Region Bad Düben Bad Düben hat zwei neue Schützenkönige
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14:22 21.10.2009
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Bad Düben

Roland Jentzsch kneift sein linkes Auge zu. Mit dem rechten korrigiert er die Kimme mit dem Korn. Der rechte Zeigefinger zuckt kurz und Sekundenbruchteile später jagt die Kugel aus dem Lauf des Kleinkalibergewehres. Doch der Schütze kann im selben Moment nicht sehen, was er getroffen hat. Das bleibt bis zur Siegerehrung noch geheim. So besagt es die Vorschrift. Nur Reinhold Spadt, Vorsitzender der Bad Dübener Schützengilde, kann anhand des Computerbildschirmes bereits genau erkennen, was sein Schützenbruder gerade geschossen hat. „Das war eine 6,5“, flüstert er dem LVZ-Berichterstatter.

„Wir schießen heute mit Kleinkalibergewehren auf eine spezielle Scheibe. Die ist 50 Meter weit entfernt. Ein Computer ermittelt den Treffer. Genauer als es ein Auge kann“, erklärt Spadt. Doch nur einmal darf der Schütze einen Wertungstreffer abgeben.

Der traditionelle Wettbewerb gehört in Deutschland zu den ältesten Traditionen, seit sich im späten Mittelalter die ersten Schützengesellschaften gründeten. Und weil man auch schon früher zu feiern verstand, gehörten deren Feste neben Feuerwehr-, Erntedank- und Kirchweihfesten zu den Terminen in den Kalendern der Menschen.

Auch in der Bad Dübener Schützengilde ist das Königsschießen der Jahreshöhepunkt. Nur so tief in die Tasche greifen muss wie in den alten Bundesländern keiner. „In den alten Gesellschaften ist das ein teueres Vergnügen. Hier bei uns hält sich das alles in Grenzen. Die Sieger bezahlen die große, handbemalte Schießscheibe und geben eine Runde“, beruhigt Spadt.

Im vergangenen Jahr wurden Steffi Kiesewetter und Andre Jörke die Schützenkönige. „Als Erinnerung bleibt mir die traditionelle Trefferscheibe. Natürlich denke ich auch an die Runden, die ich als Sieger geben musste. Aber in diesem Jahr habe ich das Gefühl, nicht gewonnen zu haben. Auch besser so. Vor allem für die Geldbörse“, lacht der Vorjahreskönig.

Die Geldbörse müssen in diesem Jahr Dorothea Winnemund bei den Frauen und Günter Eichhorst bei den Männern öffnen. Beide sind die neuen Schützenkönige. Zweite Plätze belegen Anita Kiesewetter und Wolfgang Cziommer. Dritte werden Steffi Kiesewetter und Siegmund Schneider.

Für Vorsitzenden Spadt geht nach dem Königsschießen das Vereinsleben munter weiter.

„Wir sind seit vergangenem Jahr um zehn Mitglieder gewachsen. Vor allem bei den Kindern und Jugendlichen kommt unser Bogenschießen gut an. Hier sind es bereits zehn Mitglieder. Wir werden in den nächsten Wochen die Ärmel hochkrempeln und weiter an der Fertigstellung unserer neuen Kippanlage für den laufenden Hasen und Keiler arbeiten. Auf diese werden dann unsere Mitglieder bald mit Schrot aus einer Entfernung von 33 Meter schießen können. Der Hase oder Keiler besteht aus drei Teilen. Je nachdem was getroffen wurde, gibt es entsprechende Punkte. Die neue Investition tragen wir komplett selber, da eine hohe Eigenleistung unserer Mitglieder einfließt“, erklärt Spadt.

Steffen Brost

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