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Bad Düben Bad Düben mit europäischem Energiepreis ausgezeichnet
Region Bad Düben Bad Düben mit europäischem Energiepreis ausgezeichnet
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15:21 19.05.2015
Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster und Markus Krisch vom Bauamt nehmen den Energiepreis auf der 6. Jahrestagung Kommunaler Energiedialog Sachsen in Dresden entgegen. Quelle: Uwe Winkler

Und um ausgezeichnet zu werden - mit dem European Energy Award, dem europäischen Energiepreis.

Bad Düben hat ihn als eine von zehn Städten erneut bekommen - zum dritten Mal nach 2005 und 2009. Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) und Markus Krisch vom Bauamt sowie Vertreter des Ökologischen Beirates der Stadt weilten auf der Festveranstaltung der Sächsischen Energieagentur und nahmen den Preis in Empfang.

Die Kurstadt, die sich seit 2003 unter Federführung von Günter Dietzsch mit erneuerbaren Energie beschäftigt, hat den Award diesmal für die ökologische Heizungsanlage im Naturparkhaus bekommen. Denn die funktioniert über 43 Meter tiefen Bohrungen mit Erdwärme, verzichtet aber dabei auf den Einsatz von Frostschutzmitteln. Nach Angaben der Sächsischen Energieagentur sei dies "von besonderer Bedeutung für die Nutzung von Erdwärme in Trinkwasserschutzgebieten". Denn in einem solchen befindet sich das Naturparkhaus, klassische Erdwärmeanlagen sind eigentlich nicht möglich. Zudem arbeitet die Wärmepumpe bivalent. Sie deckt die Grundlast mittels Erdwärme ab, zur Deckung von Spitzenlasten kommt eine Pelletkesselanlage zum Einsatz. Effekt: Über 7500 Kilogramm Kohlenstoffdioxid werden somit pro Jahr eingespart. Bemerkenswert fand die Sächsische Energieagentur auch, dass die vom Verein Dübener Heide gestaltete Ausstellung im Naturparkhaus den Klimawandel thematisiert.

Bad Düben hat eine 53-prozentige Erfolgsquote vorzuweisen, liegt damit allerdings im unteren Level. Andere Kommunen können bis zu 71 Prozent vorweisen. Schwachstellen gibt es in den Bereichen Entwicklungsplanung und Raumordnung sowie Kommunikation und Kooperation.

Für Günter Dietzsch vom Öko-Beirat, der aus gesundheitlichen Gründen nicht in Dresden teilnehmen konnte, ist die Auszeichnung vor allem eins: Ansporn für neue Projekte. Zwar kommt eine geplante Energiegenossenschaft nicht so richtig in die Gänge - Stichwort Kooperation -, doch der Öko-Rat will weiter am Ball bleiben. "Ich werde in den nächsten Tagen mit Herrn Krisch über ganz konkrete Aktivitäten sprechen. Die Dachflächen beim Abwasserzweckverband verfügen zum Beispiel über ausreichend Platz für Fotovoltaikanlagen. Wenn der Zweckverband auf den Strom-Eigenverbrauch setzt, kann er Kosten sparen", schwebt dem Experten vor. Auch mit Unternehmen wie Remmers wolle er den direkten Kontakt suchen, ebenso mit Bürgermeisterin Münster, "damit Bewegung in die Sache kommt".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.11.2013
Nico Fliegner

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