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Bad Düben setzt Tourismus- und Markenmanager ein

Kurstadt-Entwicklung Bad Düben setzt Tourismus- und Markenmanager ein

Die „Bunte Kurstadt“ Bad Düben soll in den nächsten zehn Jahren durch diverse Baumaßnahmen, bessere Vernetzung aller Akteure und ein abgestimmtes Marketingkonzept zu einer starken überregionalen Marke werden. Michael Seidel vom Büro MS Consult wird dabei als neuer Tourismus- und Marken-Manager eine wichtige Rolle übernehmen.

Bad Düben will innerhalb von zehn Jahren zur bunten Kurstadt werden.

Quelle: Wolfgang Sens

Bad Düben. Marken-Manager, Innenstadt-Manager – im Umfeld des Kurortentwicklungskonzeptes kursierten einige Begriffe, wie derjenige heißen wird, der das Ganze begleiten soll. Für die Installierung eines Tourismus-und Markenmanagers hat sich der Stadtrat entschieden. „Wir wollten bewusst niemanden extra einstellen“, begründete Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG), warum die Variante Beratervertrag zum Zuge kam. Bekommen hat ihn das Bad Dübener Büro MS Consult in Person von Michael Seidel, der die Funktion eines Netzwerk-Managers und Koordinators ausübt und zugleich für die SPD im Stadtrat sitzt.

Bad Düben hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Kurortentwicklungskonzept 2025 als einen zentralen Baustein für die Vision 2030 umzusetzen. Für die Re-Zertifizierung war ein Zukunfts-Papier zu erstellen. „Und damit es nicht nur ein solches bleibt, sollte es einen Moderator geben, der darauf schaut, dass die Projekte nachhaltig vorangehen und dabei die Strategie im Blick behält“, so Seidel. Der 42-Jährige war gemeinsam mit Michaela Ziegenbalg von der Tourismus- und Kurortberatung Dresden und Haß Landschaftsarchitekten aus Radeberg in die Erstellung des Strategiepapiers involviert.

Das Konzept, so Seidel, sehe keinesfalls vor, dass alles anders werden soll. In erster Linie gehe es darum, dass man die Vielschichtigkeit besser vernetzt. Bad Düben, so sagt der Tourismus-Experte, sei keine typische Kommune, bei der sich alles nur um die Kur drehe, sondern ebenso eine lebendige Kleinstadt. Das Alleinstellungsmerkmal der Kurstadt finde sich wiederum im Thema lebendige und aktive Kleinstadt, Fluss, Kur – unter der Überschrift: „Die bunte Kurstadt“ wieder. Sie soll in den nächsten zehn Jahren durch diverse Baumaßnahmen, bessere Vernetzung aller Akteure und ein abgestimmtes Marketingkonzept zu einer starken überregionalen Marke werden. Damit das Ganze Gewicht bekommt, habe Münster die Steuerungsgruppe installiert, neben ihr gehören Gisbert Helbing (Schwerpunkt Bad Düben 2030), Ole Hartjen (Heide Spa mit stärkerer Anbindung an die Stadt), Jan Müller (MediClin) sowie Uta Schladitz (überregionale Wirtschaft und Ansiedlungspolitik für Gesundheitsinvestitionen) dazu. Weitere Akteure agieren in vier Werkstätten, für die es jeweils wieder Sprecher gibt. Ziel ist es, die einzelnen Pole der Stadt wie Naturparkhaus, Museum, Burg, Obermühle und Heide Spa mit der attraktiven Kur- und Kleinstadt und ihrer Funktion als Hauptstadt der Dübener Heide als großes Ganzes zu festigen, aber auch inhaltlich aufeinander abzustimmen. Den Kurstadtweg attraktiver zu gestalten und den Kurpark als Bindeglied zwischen Obermühle, MediClin und Heide Spa aufzuwerten, sei ein erster sichtbarer Schritt. Das Konzept dafür soll 2017 baulich umgesetzt werden.

Michael Seidel selbst wird bei alldem eine Mittler- und Moderationsrolle übernehmen, Informationen bündeln, aber auch Impulse setzen. Er werde Gespräche mit Touristen und Gewerbetreibenden führen, um Stärken und Schwächen herauszuarbeiten und herauszufiltern, ob das Strategiepapier mitgetragen wird. Eines der ersten Themen, womit sich die Steuerungsgruppe beschäftigt, ist der Bereich Marketing. Um zu prüfen, inwieweit die Innenmarketing-Kampagne „Bock auf Bad Düben“ auf die Außenwirkung der Stadt übertragen werden kann. 2016, so Seidel, könne das Thema aber nur anmoderiert werden.

Von Kathrin Kabelitz

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