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Bad Düben sucht Antworten in Sachen Energie, Verkehr und Stadtumbau

Stadtentwicklung Bad Düben sucht Antworten in Sachen Energie, Verkehr und Stadtumbau

Wie kann die Kurstadt den Energieverbrauch weiter senken, wie kann der Bereich Durchwehnaer Straße städtebaulich sinnvoll umgebaut und integriert werden und was bringet die Ortsumfahrung Bad Düben – bei Antworten auf diese Fragen holt sich die Stadt Expertenrat.

Blick auf zwei von insgesamt fünf Blöcken in der Durchwehnaer Straße, die die Bad Düben abreißen lassen möchte.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Die Stadt Bad Düben sucht Experten, die für sie sowohl das aus dem Jahr 2003 stammende integrierte Klimaschutz- (KSK) als auch das 2008 erstellte integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) fortschreiben. Den entsprechenden Auftrag zur Vergabe beschlossen die Bad Dübener Stadträte auf ihrer Sitzung am Donnerstag einstimmig.

Obwohl beide Konzepte in separaten Losen ausgeschrieben werden (müssen), favorisiert die Stadt die Vergabe an nur einen Anbieter beziehungsweise an eine Bietergemeinschaft. Bau- und Bürgeramtsleiter Thomas Brandt begründete dies damit, dass „für beide Konzepte umfangreiche und zum Teil die gleichen Datenerhebungen notwendig sind“, sich damit Synergieeffekte nutzen ließen. Zugleich kann die Stadt damit optimal die in Aussicht stehende 65-prozentige Förderung für das Klimaschutzkonzept nutzen.

Klimaschutzkonzept

Im Zuge des KSK möchte die Stadt in der Ist-Analyse eine vollständige Energie- und Kohlendioxid-Bilanz. Diese soll die Schwerpunkte des derzeitigen Energieverbrauchs und der Kohlendioxid-Emmissionen benennen und zudem einen Vergleich zu anderen Kommunen ermöglichen. Am Ende geht es aber um einen konkreten Maßnahmenkatalog samt Kostenschätzungen, Einsparpotenzial und Durchführungszeiträumen, der zudem für die Kommune realistisch sein muss.

Stadtentwicklungskonzept INSEK

Auch hier geht es zunächst um die Ist-Analyse, wobei die vor fast zehn Jahren formulierten Ziele auf den Prüfstand gestellt werden sollen. Schwerpunktmäßig sieht die Stadt den Fortschreibungsbedarf insbesondere bei den Themen Verkehr, Wohn- und Gewerbegebietesentwicklung, Bildung sowie Kurortentwicklung. Auch hier sollen am Ende konkrete Maßnahmen identifiziert und priorisiert sein.

Umbau in der Durchwehnaer Straße

Zwei konkrete Themen, die bei INSEK eine Rolle spielen werden, kamen am Dienstag in der Diskussion zur Sprache. Dabei geht es zum einen um den Bereich Durchwehnaer Straße /Gymnasium. CDU-Fraktionschef Gisbert Helbing machte klar, dass das dafür entwickelte Integral-Konzept für den Komplettumbau im jüngsten Bundesförderprogramm zwar letztendlich unberücksichtigt blieb. Doch man wolle nicht locker lassen, auch mit Hilfe des Freistaates, der „durchaus spüren lassen habe, dass man helfen wolle“, andere Wege suchen. INSEK sei aber eine Grundvoraussetzung für jegliche städtebauliche Förderung.

Ortsumgehungen

Mit den Ortsumgehungen Bad Düben sprach Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) ein weiteres INSEK-Thema an. Während die Stadt definitiv hinter der in Wellaune stehe, sei bei der Ortsumfahrung Bad Düben für sie alles offen. „Hier müssen wir die Diskussion nicht nur im Stadtrat, sondern auf breiterer Basis führen.“ INSEK könne dafür eine Grundlage liefern. Um eine Tatsache kommt man dabei aber aus ihrer Sicht nicht herum. „Im Bundesverkehrswegeplan steht eine zweite Muldebrücke nicht drin. Sie ist für mich damit absolut unwahrscheinlich“, so die Stadtchefin. Damit müsse der Verkehr von drei Trassen letztendlich doch immer über die eine Brücke. „Wir müssen hier nicht für den einen oder anderen Straßenzug die beste Lösung finden, sondern für die Stadt.“

Von Ilka Fischer

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