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Bad Düben will Fördermillionen, um den Nordosten schick zu machen

Integral-Programm Bad Düben will Fördermillionen, um den Nordosten schick zu machen

Bad Düben kann jetzt nichts mehr tun. Nur warten. Warten, ob es sich im bundesweiten Wettbewerb um Fördermillionen mit seinem Integral-Projekt durchgesetzt hat. Für den Bad Dübener Nordosten wäre das ein Quantensprung.

Blick auf die Wohnblöcke, die dem Integral-Projekt weichen soll.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. In Bad Düben steigt die Spannung. Denn Anfang März entscheidet sich, ob die Kurstadt ihr ehrgeiziges Projekt, das mit dem Titel „Integral Städtebegegnung Dübener Heide“ versehen ist, umsetzen kann. Die Stadt hatte sich damit im vergangenen Jahr um Mittel aus dem neu aufgelegten Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ beworben.

Programm ist fünffach überzeichnet

Wie die Chancen stehen, dazu hält man sich im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erwartungsgemäß bedeckt. Pressesprecher Andreas Kübler bestätigte auf Anfrage der LVZ lediglich, dass sich unter den 90 Anträgen auch der aus Bad Düben befindet. „Insgesamt“ so teilte er mit, „stehen für die 2017er-Förderrunde 65 Millionen Euro zur Verfügung.“ Die eingegangenen Anträge würden ein Volumen von 316 Millionen Euro umfassen, womit das Programm fünffach überzeichnet sei.

Anfang März fällt Entscheidung

Nach einer ersten Einschätzung durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hätte es Mitte Februar eine nächste Runde gegeben. In dieser, so hieß es aus dem Ministerium weiter, habe eine Expertenjury, bestehend je zur Hälfte aus Abgeordneten des Deutschen Bundestages und aus Experten verschiedener Fachdisziplinen, eine Bewertung der Anträge vorgenommen. Auf Basis dieser Förderempfehlung werde das Bundesministerium nun voraussichtlich Anfang März seine Entscheidung bekannt geben. Dieser wird natürlich nun in der Kurstadt entgegen gefiebert.

Nordosten mit völlig neuer Perspektive

Wie berichtet, möchte die Stadt nicht weniger als den gesamten Nordosten für vier bis fünf Millionen Euro komplett umkrempeln. Das ehemalige NVA-Gelände in der Durchwehnaer Straße könnte damit nach dem Abriss von vier der fünf Wohnblöcke mit dem Abenteuerspielplatz zum Selberbauen, dem multifunktionalen Objekt für Jugendpartys, Skaterbahn und Amphitheater sowie der Sanierung der Drei-Felder-Turnhalle und des Sportplatzes samt 400-Meter-Bahn eine völlig neue Perspektive bekommen. Zumal in unmittelbarer Nachbarschaft ab Spätsommer unabhängig davon auch der Umbau des ehemaligen Gymnasiums zum evangelischen Schulzentrum erfolgt.

Programm passt an sich perfekt

„Das Programm“, so hatte Bürgermeisterin Astrid Müsnter (FWG) sich und ihren Mitstreitern auch Mut gemacht, „passt von den Förderbedingungen her für das ehemalige NVA-Gelände perfekt.“ Dass Bad Düben mit seinen Ideen zu überzeugen weiß, hat es zudem erst vor wenigen Monaten mit dem Jugendintegrationscamp im NaturSportBad bewiesen. Das dafür geltende Programm war mit dem 20-fachen sogar weit mehr als das für die Nationale Projekte des Städtebaus überzeichnet.

Bad Düben gewinnt auch wenn es leer ausgeht

Doch auch wenn Bad Düben Anfang März leer ausgehen sollte, sieht die Stadtchefin mit der Wettbewerbsteilnahme auf jeden Fall einen Gewinn. So habe diese der Stadt vor allem bei der Erkenntnis geholfen, was „wir mit dem Areal perspektivisch wollen“. Klappt es jetzt nicht den Fördermillionen, könnte es zudem in kleinen Schritten vorwärts gehen. So käme beispielsweise für den Abriss der Wohnblöcke dann das Programm zur Revitalisierung von Brachflächen in Betracht.

Von Ilka Fischer

Bad düben Durchwehnaer Straße 51.5986344 12.6033344
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