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Bad Düben Bad Düben will Nordosten der Stadt umkrempeln und hofft auf Förder-Millionen
Region Bad Düben Bad Düben will Nordosten der Stadt umkrempeln und hofft auf Förder-Millionen
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00:18 02.10.2016
Das rot umrandete Gebiet in der Durchwehnaer Straße möchte die Stadt Bad Düben neu gestalten. Das weiß A steht zunächst für Abriss. Quelle: Grafik: Patrick Moye
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Bad Düben

In der Kurstadt bewegt sich was: Das Freibad der Kurstadt wird NaturSportBad, die Obermühle Heimat von Schauwerkstätten, die Heide Grundschule erhält einen neuen Hort. Nun will die Stadt in den nächsten Jahren fünf, sechs Jahren auch noch im Nordosten das derzeit ungenutzte ehemalige NVA-Gelände in der Durchwehnaer Straße umgestalten.

Integral heißt mehr als Abriss

Mit „INTEGRAL Städtebegegnung Dübener Heide“ betitelt Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) das Projekt, das weit mehr als den ohnehin geplanten Abriss der insgesamt fünf Wohnblöcke, der ehemaligen Militärischen Handelsorganisation und des Med-Punktes vorsieht. „Wir können damit das gesamte Areal, zu dem auch die Schule sowie der Sportplatz und die Turnhalle gehören, städtebaulich neu ordnen“, so Münster. Vier der fünf Wohnblöcke würden danach einem abgeschlossenen und betreuten Abenteuerspielplatz zum Selberbauen weichen, die Küche zu einem multifunktionalen Objekt für Jugendpartys, Skaterbahn und Amphitheater umgebaut, die Drei-Felder-Turnhalle und der Sportplatz samt 400-Meter-Bahn saniert. Für den Bereich der Stadion-Tribüne und des ehemaligen Schwimmbades kann sich die Stadt zudem eine Garten- und Sinnesanlage mit Sport- und Spielgeräten für Erwachsene vorstellen. Im ehemaligen Gymnasium, das übrigens zum 1. Januar 2017 an das evangelische Schulzentrum übergeben werden soll, wären Kino-/Theatersaal denkbar. Insgesamt vier bis fünf Millionen Euro würden für all diese Vorhaben, bei denen das INTEGRAL im Titel für Interaktiv, Natur, Theater, Erlebnis, Garten, Raum, Abenteuer und lebenslanges Lernen steht, nach ersten Überschlagsrechnungen benötigt.

Wer nicht wagt, kann nicht gewinnen

„Das Geld“, so Astrid Münster, „könnte zumindest zum größten Teil aus einem neuen Förderprogramm für Brachflächen aus Konversionsmaßnahmen kommen, das Bundes- Umweltministerin Barabara Hendricks für 2017 angekündigt hat.“ Dieses Programm passe von den Förderbedingungen her für das ehemalige NVA-Areal jedenfalls perfekt. Dennoch weiß man natürlich auch im Rathaus der Kurstadt, dass es nicht leicht sein wird, von dem ausgelobten 234-Millionen- Euro-Kuchen ein Stück abzubekommen.

Doch wie beim Freibad, bei dem sich Bad Düben auch mit 55 weiteren unter fast 1000 Bewerbern durchgesetzt hat, gilt auch hier: Wer nicht wagt, kann nicht gewinnen. „Bis zum 30. November gilt es zunächst, das Konzept als Wettbewerbsbeitrag einzureichen“, zählt Astrid Münster jedenfalls den nächsten Schritt auf.

Stadt hat auch einen Plan B

Doch was passiert, wenn Bad Düben nicht zu den Wettbewerbssiegern gehört? „Wir gewinnen dann zumindest insofern, dass wir wissen, was wir mit dem Areal wollen“, macht die Bürgermeisterin Mut. Das Ganze fördere die Willensbildung in der Stadt. Klappt es nicht, käme zudem zumindest für den Abriss auch weiterhin das Programm zur Revitalisierung von Brachflächen in Betracht. „Zudem“, so Astrid Münster weiter, „können wir uns vorstellen, dass wir uns mit diesem Areal um den Status als neues Stadtumbaugebiet mit den entsprechenden Fördermöglichkeiten bewerben.“ Noch ist also vieles offen. Nur Wohnbebauung kommt für die Bürgermeisterin für das Areal an der nordöstlichen Peripherie trotz ermutigender Zeichen in Sachen Einwohnerzahlen nicht in Frage. Eine Stadt könne immer nur von innen nach außen wachsen und nicht umgekehrt.

Von Ilka Fischer

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