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Bad Düben Bad Düben will erneut Energiesparstadt werden
Region Bad Düben Bad Düben will erneut Energiesparstadt werden
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00:37 30.05.2015
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Bad Düben

2017 soll das Verfahren mit der Re-Zertifizierung beendet werden.

2003 war Bad Düben neben Görlitz die erste sächsische Stadt, die die Auszeichnung erhielt. 2005, 2009 und 2013 konnte die Kurstadt den Titel verteidigen. Mittlerweile gibt es mehr als 40 Kommunen und vier Landkreise, die das Prozedere angehen. 32-mal wurde der Energiepreis vergeben. Weiß auf blau bekommen es Auswärtige am Ortseingang seit dem zu sehen: Bad Düben wird für Aktivitäten rund um die erneuerbare Energie gewürdigt, darf den Titel Energiesparstadt führen und damit werben. Die erneute Teilnahme soll die kommunale Klimaschutzpolitik aktivieren und verstärken. Mittels des EEA könnten alle Bereiche der Stadt kontinuierlich betrachtet und bearbeitet werden. "Wir hoffen, dass wir die Auszeichnung wieder bekommen", so Bauamtsleiterin Heike Dietzsch. Mit Blick auf die Kosten, die trotz Förderung entstehen, hakt Statdrat Michael Seidel (SPD) nach: "Macht es nicht Sinn, auszusetzen?" Seines Erachtens bringe das Zertifizierungsverfahren zwar der Firma clever verdientes Geld: "Aber bringt uns das wirklich was?" Ja - so die Antwort der Bürgermeisterin. Für die Heizungsanlagen im Naturparkhaus und im Verwaltungsgebäude des Zweckverbandes Abwassergruppe Dübener Heide im Altenhof habe es dank ökologischer Konzepte Einsparpotenzial gegeben, hinsichtlich der Umstellung der Beleuchtung auf der Hammermühle konnte die Stadt von einer 85-prozentigen Förderung aus dem Programm Integrierte Ländliche Entwicklung profitieren.

Den Gründer des Öko-Beirates, Günter Dietzsch, bringen Fragen nach dem Sinn der Zertifizierung dennoch aus der Fassung: "Ich verstehe nicht, wie man das in Frage stellen kann." Die Stadt müsse zwar, um den Titel zu erhalten, Maßnahmen einleiten, die Geld kosten: "Die Ergebnisse wiederum aber kommen der Stadt zugute", verwies Dietzsch auf Beispiele wie barrierefreie Straßenübergänge oder die Erhöhung der Energieeffizienz durch Umstellung auf LED-Straßenlampen. Zudem gebe es immer mehr Kommunen, die sich dem Verfahren unterziehen. Delitzsch habe Bad Düben, was die Wertigkeit des Preises betrifft, gar überholt. Die Loberstadt geht die Verteidigung ihres Gold-Status ebenfalls an. Auch Nordsachsen zieht nach, wie Astrid Münster sagt: "Ich finde es gut, wenn man überlegt, wie man mit Ressourcen umgeht."

Dass Bad Düben bisher die notwendige Punktzahl nur knapp erreicht hat und vom Delitzsch-Gold weit entfernt scheint, benennt Dietzsch auch, würde sich mehr Unterstützung von Stadträten, aber auch Bürgern wünschen. Mit E-Bike-Verleih, Fahrrad-Taxis oder einer Öko-Tankstelle am Naturparkhaus gibt es erste Vorschläge für neue Initiativen. Letzteres will Die Linke mit einem Antrag im Stadtrat demnächst angehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.05.2015
Kathrin Kabelitz

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