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Bad Düben Bad Dübener Erzieherin schreibt Fantasy-Bücher
Region Bad Düben Bad Dübener Erzieherin schreibt Fantasy-Bücher
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16:43 23.03.2017
Stephanie Weichhold (28) mit zwei ihrer Bücher. Quelle: Kathrin Kabelitz
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Bad düben

Mit dem Aufsatz in der 4. Klasse fing alles. Da merkte Stephanie Weichhold, dass das Schreiben ihrs ist. 200 Wörter sollten es werden, zu einem Bild oder Erlebnis. Für den einen unbeschreiblich viel, für die damals Zehnjährige ein Signal – überlegen, Idee gedanklich festhalten, schreiben. Der Stift sei einfach übers Papier geflogen und habe die Gedanken in Wörter gefasst. Vera und zwei Katzen hieß das Erstlingswerk fürs Schulheft.

Mit Harry Potter fing alles an

Die Faszination Schreiben hat die 28-jährige Erzieherin nicht mehr losgelassen. In der 5. Klasse las sie den ersten Harry-Potter-Band. Die Abenteuer packen sie noch heute. In der Mittelschul-Zeit kamen größere Geschichten hinzu, die sie später in ihren Büchern verarbeitete. Vier gibt es, zwei in gedruckter Form: Die Legende der mystischen Krieger und Tessa – Geheimnisvolle Vergangenheit. So richtig professionell mit selbst oder von einer Freundin gestaltetem Einband, ISBN-Nummer und Amazon-Eintrag. Lange habe es gedauert, ehe sie als Selbst-Herausgeberin eine Druckerei fand, die Auflagen ab einem Exemplar ermöglichten. Als sie das erste in den Händen hielt, seien ein paar Freuden-Tränchen geflossen, sagt die junge Frau, die in Noitzsch aufgewachsen ist und seit 2010 in Bad Düben lebt.

Schreibblock immer dabei

Ein Schreibblock, der immer gleiche Tintenroller, eine Idee, als Inspiration vielleicht noch die Musik von Jimmy Kelly – das reicht. Egal, wo. Zu Hause in Bad Düben, in der Mittagspause, im größten Trubel, im Zug, in der Natur. Handschriftlich hält sie ihre Ideen fest. Wie zu den mystischen Kriegern, den sechs Freunden, die vom kleinen Dorf auf die verlassene Insel gelangen und dort fürs Gute kämpfen. Oder zu Tessa, einer 15-Jährigen mit geheimnisvoller Vergangenheit, die zusammen mit einer Freundin zwei Gegenstände findet, die ihr Leben verändern. Fantasy-Geschichten, ab und an auch mit einem Schuss eigener Lebens-Realität. Nicht alles, was im Block steht, wird in die Tasten getippt. Da schlägt die persönliche Zensur zu: „Das kann man doch so nicht schreiben.“ Der größte Feind des Autors seien seine Selbstzweifel. Den Satz las sie unlängst. Sie weiß, wie viel Wahrheit er enthält. Auch wenn Freunde und Großeltern als größte Fans und Kritiker immer wieder Mut machen.

Natürlich geht ihr Blick in diesen Tagen nach Leipzig zur Buchmesse. Dieses Jahr hat es als Autorin nicht geklappt. Die Dübenerin hofft auf 2018. Bis dahin sind die zweiten Bände ihrer Werke bestimmt erschienen. Und vielleicht ein Kinderbuch in Arbeit. Irgendwann würde sie gern vom Schreiben leben. Erst kürzlich erzählte sie ihrem Freund davon. Und da waren die Selbstzweifel irgendwie verflogen.

https://stephanieweichhold-autorin.jimdo.com/

Von Kathrin Kabelitz

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