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Bad Düben Bad Dübener „Landschafft-Theater“ startet im Oktober ein neues Projekt
Region Bad Düben Bad Dübener „Landschafft-Theater“ startet im Oktober ein neues Projekt
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06:00 27.09.2017
Das Landschaftsheater 2015 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Heidekaserne im Bad Dübener Ortsteil Alaunwerk gespielt. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Am 14.Oktober gibt es um 16 Uhr den offiziellen Startschuss zum neuen „LandschafftTheater“ 2018. Wie Autorin Henriette Lippold mitteilte, sind alle interessierten Bürger an die Obermühle eingeladen, um neue Informationen zum dritten Projekt zu erfahren. Wer erinnert sich nicht gern an „Die große Suche“ von 2012 oder die sechs Vorstellungen „Die große Dürre“ 2015 in der ehemaligen Heidekaserne? Die Erinnerungen an 2015 sind für viele noch frisch wie am gestrigen Tage. „Es hat riesigen Spaß gemacht. Ich mache auf alle Fälle wieder mit“, freut sich Cora Rother aus Krippehna. Die 14-jährigeTurnerin des Bad Dübener Turnvereins sprang mit ihren Vereinskolleginnen als Hyäne über den Platz und turnte während der Show auf Trampolin und Stufenbarren. Aber auch die Band Heimspiel, die Gesangsformation Anima und die Kurrende wirkten mit und wären gern wieder mit von der Partie.

Gerüchteküche brodelt

Doch lange war es nach der Schließung von Casern-City ruhig im Umfeld der kreativen Köpfe des Theaters. Nur ab und zu sah man hier und da in den sozialen Medien Fotos die auf eine Fortsetzung schließen ließen. Da tauchten plötzlich Fotos mit möglichen neuen Spielplätzen wie dem Bahnhof, der Kohlrabi-Bar oder der Innenstadt auf. Damals bestätigte Stefan Lange die ungewohnten Aktivitäten. „Wir waren mal unterwegs“, ließ sich Lange nicht in die Karten gucken. Die Gerüchteküche brodelte. Auch Autorin Henriette Lippold verriet nicht mehr: „Man sollte in einer Kleinstadt ja die Gerüchteküche immer am Brodeln halten“, sagte sie. Mittlerweile sind aus Ideen konkrete Vorstellungen geworden. Jetzt ist es auch offiziell raus: Die Macher basteln an einer dritte Auflage.

Das Bad Dübener Landschaftstheater arbeitet derzeit an einem neuen Stück für das nächste Jahr. Hier gibt es die Eindrücke von Vorstellungen aus den vergangenen Jahren.

Im Sommer ist Premiere

Denn schon in knapp einem Jahr soll sich der imaginäre Vorhang zum „LandschafftTheater“ Nummer 3 öffnen. „Wir haben mehrere Anträge auf Förderungen gestellt und sind auch inhaltlich fleißig am Spinnen. Ist gar nicht so einfach, nach zwei so großen und tollen Projekten. Auch die Route muss noch endgültig entschieden werden. Es gibt da mehrere Optionen. Da unser Regisseur Uli Hüni erst wieder Anfang Oktober da sein wird, gibt es auch dann erst Entscheidungen. Aber Fakt ist: Wir haben alle große Lust, und das Team ist auch wieder mit an Bord“, verriet Lippold.

In dem neuen Stück wollen sich die Theatermacher dem Thema „Zeit“ widmen. „Das ist ein spannendes Thema. Was macht das mit uns? Außerdem ist Zeit ein sehr theatrales Mittel. Sie kann unendlich langsam vergehen, wenn man auf etwas wartet und dahin rasen, wenn man es nicht gebrauchen kann. Es gibt Zeitschlaufen, Zeitreisen, Zeitfresser, Zeitlöcher, eine große Bandbreite also, mit der man spielen kann. Und dann bauen wir eine Geschichte daraus“, steckte Lippold das Raster ab.

Vorbereitung ist alles

Derzeit sind alle noch im Brainstorming, lesen viele Bücher und Artikel und tauschen sich immer wieder aus. Dennoch bleibt die Frage, ob es sich auch wieder finanzieren lässt. Denn die anderen beiden Projekte schlugen mit sechsstelligen Summen zu Buche. Auch personell könnte es eine knappe Kiste werden. „Wir stehen vor neuen und anderen Herausforderung. Wir haben zwei frische Mütter im Team, einen Kreuzfahrtdirektor, einen deutschlandweit regieführenden Schauspieler und ich selbst habe bis Ende März mit dem Projekt „Charité 2“ in Prag zu tun. Dennoch wollen wir unbedingt das Ding wuppen und würden uns sehr freuen, wenn die Stadt wieder so offen und zugewandt ist. Darum suchen wir Leute, die mitspielen und mitmachen wollen. Und natürlich auch Sponsoren, ohne die es definitiv nicht gehen wird“, wirbt Lippold.

All das soll in den nächsten Wochen weiter vorangebracht werden. Wie Henriette Lippold verriet, ist das Team auch wieder mit einigen Promis in Gesprächen die mitspielen sollen. Die Kurrende, der Posaunenchor und auch der Turnverein und Heimspiel sind ebenfalls dabei. „Mit weiteren Gruppen sind wir im Gespräch. Alles ist wie immer etwas vage, aber wir sind mit großer Leidenschaft am Start. Wir freuen uns auf ein neues Spektakel 2018 in aus und für Bad Düben“, freut sich die Autorin.

Von Steffen Brost

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