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Bad Dübener Obermühle wird ab Oktober wieder aufgebaut

Baustart Bad Dübener Obermühle wird ab Oktober wieder aufgebaut

Bad Düben bekommt mit dem Projekt Schauwerkstätten einen Touristenmagneten. Inzwischen steht auch der Zeitplan: Im Oktober beginnen die Bauarbeiten, Ende 2017 soll die Obermühle wieder im neuen Glanz erstrahlen. Noch vor wenigen Wochen war daran nicht zu denken.

Das Areal an der Obermühle ist schon jetzt, wie hier beim traditionellen Adventsglühen, ein beliebter Treffpunkt.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Manchmal sind alle guten Dinge auch nur zwei. Doch in Sachen Bad Dübener Obermühle reicht das allemal. So lautet die erste gute Nachricht: Das Objekt bleibt unter Berücksichtigung gewisser Auflagen ein Denkmal, so dass die Gesamtfinanzierung der veranschlagten 1,5 Millionen Euro gesichert ist. Die zweite Nachricht lautet: Der Bau und damit das Projekt Schauwerkstätten, mit dem die Kurstadt in Sachen touristischer Attraktivität zulegen will, startet im Oktober mit der Bauphase.

Ersten Arbeiten sind ausgeschrieben

Derzeit läuft jedenfalls die Ausschreibung für die ersten Wiederaufbauarbeiten an dem Objekt. Das ist nicht selbstverständlich. Denn Anfang Mai musste Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) die Arbeiten stoppen lassen. Damals hatte sich herauskristallisiert, dass aufgrund von Nässe und Holzfraß weit mehr von der alten Bausubstanz abgerissen werden musste als gedacht, was hinter der Ausweisung als Denkmal zumindest ein Fragezeichen setzte. Dieses ist nun verschwunden. Von der Unteren Denkmalschutzbehörde kam inzwischen auch nach Rücksprache mit Mitarbeitern des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen Entwarnung. Danach könne unter Würdigung der Fakten, dass das Gebäude von seinem Erscheinungsbild her wieder hergestellt wird, eine Vielzahl gesicherter historischer Bauteile wie Türen, Fenster, Einschubdecken und Fußbodenplatten eingebaut sowie das eigentliche Mühlgebäude mit Ausstattung als Kernstück in denkmalgerechter Weise erhalten wird, die Obermühle weiter als Kulturdenkmal betrachtet werden.

Im Oktober erfolgt die Gründung

Dennoch steht mit dem mehrmonatigen Baustopp auch fest, dass die Stadt nicht wie ursprünglich geplant, noch in diesem Jahr einen Großteil der Bausumme verbauen kann. „Die zeitliche Verschiebung bei der Auszahlung der gut einen Million Euro aus dem Programm wirtschaftsnahe Infrastruktur, ist aber beantragt“, berichtet Bad Dübens Bauamtsleiterin Heike Dietzsch. In der ersten Oktoberwoche soll mit den Gründungsarbeiten, sogenannten Brunnengründungen, auf dem erst tiefer liegenden tragfähigen Baugrund begonnen werden, berichtet sie weiter, die ansonsten aber an das Architektur- und Ingenieurbüro Stelzel in Leipzig verweist. Das Leipziger Büro übernimmt im Auftrag der Stadt für das Vorhaben die Projektsteuerung.

Im Frühjahr soll der Rohbau stehen

Marco Stelzel zu den konkreten Bauablauf gegenüber der LVZ: „Wir wollen den Rohbau inklusive Zimmererarbeiten und Dacheindeckung bis zum Frühjahr fertig haben.“ Konkret wird der März angepeilt, sollte der Winter aber einen Strich durch die Rechnung machen, könnte es auch April werden. Anschließend erfolge dann der Ausbau, wobei Gewerke dann auch zeitlich parallel vor Ort sein sollen. „Für mich ist damit eine Fertigstellung bis Ende des Jahres 2017 durchaus realistisch“ so Marco Stelzel.

Verein Museumsdorf bewirbt sich um Betreibung

Werner Wartenburger, Vorsitzender des Vereins Museumsdorf Dübener Heide, wird wie alle anderen 65 Mitglieder des Vereins, die Arbeiten an der Ölmühle sehr interessiert verfolgen. Obwohl der Betreiber nach Abschluss der wesentlichen Arbeiten noch in einem Ausschreibungsverfahren gefunden werden muss, hat der Verein, der sich dann natürlich bewirbt und damit auch ein Versprechen gegenüber der Stadt einlöst, schon viel konzeptionelle Vorarbeit geleistet. Die wichtigsten Eckpunkte stehen. Im Erdgeschoss finden Eisenhammer und handwerkliche Schmiede ihren Platz, zudem sollen hier die Schauwerkstatt Druck und Papier sowie die Ölmühle unterkommen. Das Obergeschoss wird Schuhmacher-Werkstatt, Seifenmanufaktur, Splittmacher, Korbmacher- und Besenbinderwerkstatt beherbergen. Hinzu kommt eine Bibliothek mit Vortragsraum. Im Dachgeschoss wird das Seilerhandwerk vorgestellt.

Von Ilka Fischer

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