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Bad Düben Bad Dübener Oberschule startet Energieprojekt
Region Bad Düben Bad Dübener Oberschule startet Energieprojekt
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13:26 10.10.2016
Neuntklässler Fabian Reinhardt und Physiklehrer Ralf Knapikowski aus der Bad Dübener Oberschule lesen den Zählerstand vom Strom ab
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Bad Düben

Die Oberschule in Bad Düben will kräftig Energie sparen. Und das im ganz großen Stil. Deshalb beteiligt sich die Einrichtung am Fifty-Fifty-Schulprojekt, das die Sächsische Energieagentur GmbH (Saena) ausgeschrieben hat.

Die Idee hinter dem Energieprojekt ist schnell erklärt: Gelingt es den Schülern und Lehrern die Energiekosten ihrer Schule zu reduzieren, erhalten sie die Hälfte der eingesparten Energiekosten als Belohnung zur freien Verfügung. Möglich ist dies durch eine Art Wette zwischen Schule und Schulträger, bei der im besten Fall alle gewinnen: die Kommune, die Schule und die Umwelt.

Sparsamer Umgang

Die Bad Dübener Oberschule ist eine von insgesamt neun sächsischen Kommunen, die Anfang dieses Schuljahres das Projekt begonnen hat. „Neben dem Anreiz zum Energiesparen soll so vor allem das Thema Klimaschutz und Energie in den Unterricht integriert werden. Außerdem werden Lehrer und Schüler hinsichtlich eines sparsameren Umgangs mit Energie und Wasser sensibilisiert“, teilte Gregor Hillebrand von der Saena mit.

In der Oberschule ist das Energieprojekt Thema des gleichnamigen Neigungskurses der Schüler zwischen Klasse sieben und neun. Physiklehrer Ralf Knapikowski betreut das Projekt einmal in der Woche zwei Unterrichtsstunden. Unterstützung bekommen Lehrer und Schüler auch von externen Dienstleistern, welche beim Energiesparen technische und pädagogische Unterstützung liefern. Ein Energieteam, das aus Schülern, Lehrern und Hausmeister besteht, deckt unnötige Energieverbräuche auf und senkt dadurch die Energiekosten. „Unsere erste Aufgabe ist die wöchentliche Erfassung der Verbräuche von Strom, Wasser. Den Wärmeverbrauch bekommen wir direkt vom Anbieter. Wir ermitteln danach die Spitzenverbräuche und forschen nach den Ursachen. Dabei spielen auch Witterung und schulfreie Tage ein wichtige Rolle. Die Erfassung der Daten wird das ganze Schuljahr in Anspruch nehmen. Parallel erarbeite ich mit den Schülern Vorschläge zu Einsparmaßnahmen. Sofortmaßnahmen, wie sparsamer mit dem Licht umgehen, sollen dabei zügig umgesetzt werden“, so Knapikowski.

Unterstützung von Experten

Weitere Unterstützung erhalten die Schulen durch speziell geschulte kommunale Mitarbeiter und die Sächsische Energieagentur, welche im Rahmen des kommunalen Energiemanagements die Projekte fachlich begleiten. Bereits eine Vielzahl laufender Projekte zeigen, dass durch Schulprojekte Energie und Kosten eingespart werden können. Durchschnittlich ist mit einer Einsparung zwischen vier und zehn Prozent zu rechnen. Das eingesparte Geld soll später für verschiedene Schulprojekte verwendet werden. „Es werden doch ständig neue Schulmaterialien und Finanzspritzen für verschiedene Projekte gesucht“, weiß Knapikowski.

Von Steffen Brost

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