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Bad Düben Bad Dübener bauen Schule in Nepal
Region Bad Düben Bad Dübener bauen Schule in Nepal
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00:17 15.10.2016
Marko Hennig, Sebastian und Christian Winter (von links) unterstützen seit vielen Jahren eine Schule in Nepal. Quelle: privat
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Bad Düben

Die Bad Dübener Christian (39) und Sebastian Winter (37) sowie Marko Hennig (36) sind die Gründer des Vereins Namaste-Help Agent. Später kam dann noch Torsten Sademann (54) dazu. Sie haben sich vor fast zehn Jahren zur Aufgabe gemacht, die Schulbedingungen und Lebensumstände, insbesondere die Ausbildungsmöglichkeiten von Kindern im Himalaya-Staat Nepal zu verbessern.

Mit Spenden neue Schule gebaut

Seitdem sammelten sie Tausende Euros und bauten sogar eine Schule. Alles fing mit einer Weltreise von Sebastian Winter und Marko Hennig an. Auf dieser legten die Bad Dübener auch einen Stopp in Nepal ein. Dort lernten sie den Lehrer Ganesh kennen, welcher einen Kontakt zu einer Schule herstellte. Christian Winter startete in dieser Zeit einen Spendenaufruf in Deutschland. Schnell war das erste Gelder aufgetrieben und sie schickten es nach Pokhara, der zweitgrößten Stand des Landes, die 225 Kilometer von der Hauptstadt Kathmandu entfernt liegt.

Weltweite Hilfsaktion

Unterstützt werden drei staatliche und eine private Schule sowie ein Kindergarten in der Provinz Thulaket. Die Mädchen und Jungen gehen dort ab dem sechsten Lebensjahr in die Schule. Es sind keine Pflichtschulen wie in Deutschland. Die Kinder lernen bis zum neunten Schuljahr. Die Schülerzahl lag bei Start den Spendenkampagne bei rund 400. Heute sind es mehr als 1500. Bezahlt werden Stipendien, Schulgelder, Lehrergehälter und Computer. Die Bad Dübener sammeln seitdem weltweit Geld über Sponsoren und bezahlen für rund 150 Kinder den monatlichen Schulbeitrag sowie den Lohn von bis zu vier Lehrern.

„Kinder müssen pro Monat zwischen 20 und 30 Euro Schulgeld bezahlen. Lehrer bekommen monatlich einen Lohn bis zu 150 Euro. Ein Teil des Geldes fließt auch in bauliche Maßnahmen. Denn vor einigen Jahren zerstörte ein Erdbeben die Schule in Pokhara. „Wir haben 10 000 Euro gesammelt und die kleine Schule wieder komplett aufgebaut. Das Geld kommt von Sponsoren und Mitgliedern weltweit“, sagt Torsten Sademann.

Reise nach Nepal geplant

Im Dezember dieses Jahres wollen alle drei wieder nach Nepal reisen, um sich ein Bild darüber zu machen, was aus den Spenden seit dem letzten Besuch geworden ist. Von weiteren Spenden sollen diesmal Inventar für die Schule, Computer, Bücher, Sitzbänke und Tafeln angeschafft werden. „Wir sind sehr stolz, dass im vergangenen Jahr eine unserer Schulen mit einem Preis als zweitmodernste Schule Nepals vom Schulministerium ausgezeichnet wurde“, sagt Christian Winter. Perspektivisch denkt man auch über einen Austausch nach. Geplant ist in absehbarer Zeit, zwei Lehrer aus Nepal nach Bad Düben zu holen, die sich ein paar Wochen hier ein Bild von den deutschen Lernmethoden und Schulbedingungen machen können. Gleichzeitig soll auch ein Bad Dübener Lehrer nach Nepal kommen, um zu sehen, wie dort gelehrt und gelernt wird.

Von Steffen Brost

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