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Bad Düben Bad Dübener pflegt seit 18 Jahren das Grab des Parkgründers
Region Bad Düben Bad Dübener pflegt seit 18 Jahren das Grab des Parkgründers
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00:21 01.10.2017
Siegfried Schwertner (links) und Wolfgang Apitzsch pflegen das Grab des Parkgründers Friedrich Hartig und seiner Frau Laura auf dem Dübener Stadtfriedhof. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Einmal in der Woche schnappt sich Siegfried Schwertner Harke, Gießkanne und Eimer. Ziel seines Ausfluges ist der Bad Dübener Stadtfriedhof. Dort pflegt der 59-Jährige seit 18 Jahren ehrenamtlich das Grab von Parkgründer Friedrich Hartig und dessen Frau Laura. Der Königliche Forstinspektor und Gründer des Dübener Stadtparkes wurde 1788 in Eilenburg geboren und starb 1850 in Düben. Auf dem Stadtfriedhof wurde er begraben. „1996 feierten wir in unserer Stadt das 150-jährige Parkjubiläum. Seit damals kümmert sich der örtliche Heimatverein ehrenamtlich um diese Grabstätte, damit diese nicht verkommt. In aller erster Linie ist es unserem Mitglied Siegfried zu verdanken, dass das Grab heute immer noch so ansehnlich aussieht“, bedankt sich Bad Dübens Ehrenbürger und Heimatvereinsmitglied Wolfgang Apitzsch.

Einsatz für eine schöne Kurstadt

Die ehrenamtliche Grabpflege würdigte jetzt auch der Vorstand des Vereins im Rahmen des 25. Gründungstages. „Siegfried Schwertner ist einer von vielen unseres Vereins, der sich um die Belange unserer Stadt bemüht. Und so fügen sich ganz viele kleine Mosaiksteinchen zu einer schönen Kurstadt zusammen. Dank auch unserer fleißigen Mitglieder“, freut sich der Vereinsvorsitzende Rudolf Scheeren.

Schwertner gehört seit über 20 Jahren zum Heimatverein. Mittlerweile genießt er seinen frühzeitigen Ruhestand. Sein Interesse gilt der Pflege von verschiedenen Dingen. „Ich habe bei der Wohnungsbaugesellschaft gearbeitet. Schon da habe ich mich dafür eingesetzt, dass es in unserer Stadt immer schick und schön aussieht. Das versuche ich jetzt nach meinen Möglichkeiten weiter zu machen“, so Schwertner.

„Solange ich das kann, mache ich das“

Immer wenn er den Friedhof besucht, macht er eine Runde über den Platz. Dann wird mit dem Harken wieder eine ordentlich Form ins Grab gebracht. Gelegentlich wird die Hecke geschnitten. Natürlich gehört das Pflanzen von Blumen ebenso dazu. „Solange ich das kann, mache ich das noch. Danach wird sich bestimmt jemand finden, der das weiterführt“, hofft Schwertner.

Von Steffen Brost

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