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Bad Düben Bad Dübener werden bald zur Kasse gebeten
Region Bad Düben Bad Dübener werden bald zur Kasse gebeten
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10:00 18.06.2016
Der Windmühlenweg in Bad Düben ist eine Baustelle. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Die Grundstückseigentümer entlang des Bad Dübener Windmühlenweges müssen zeitnah mit der Erhebung der Straßenausbaubeiträge rechnen. Möglich macht dies ein Beschluss zur Abschnittsbildung, der beim Stadtrat am Donnerstag einstimmig gefasst wurde. Damit kann die Stadt Bad Düben bereits Straßenausbaubeiträge erheben, obwohl noch nicht die gesamte Anlage, zu der in diesem Fall auch der angrenzende Postweg gehört, fertig gestellt ist.

Eigentümer vorab informiert

Betroffen sind davon neben der Wohnungsgenossenschaft Heideland und der Wohnungsbaugesellschaft, Aldi und der Stadt selbst nur wenige private Eigentümer. „Alle sind vorab informiert worden“, berichtete Bauamtsleiterin Heike Dietzsch. Sie teilte zudem mit, dass das Vorhaben bei den Kosten – insgesamt sind für den Straßenbau rund eine Million Euro Kosten veranschlagt – im Plan liege. Damit werden beim Beitrag die kommunizierten maximalen Höchstbeträge von 6,50 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche definitiv nicht überschritten. Die 6,50 Euro werden jeweils mit einem Nutzungsfaktor multipliziert, der bei einstöckigen Gebäuden eins beträgt, bei zweigeschossigen Gebäuden aber beispielsweise schon 1,25 ausmacht. Eine kleine Einschränkung machte die Bauamtsleiterin beim zeitlichen Ablauf. Hier sprach sie von „einigermaßen planmäßig“. „Die Baustelle“, so führte sie aus, „ist personell gut besetzt.“ Es hätte jedoch erheblicher Anstrengungen bedurft, da Mitgas, entgegen ursprünglichen Absichten, doch noch über große Strecken Leitungen ausgewechselt hat.

Bauende für 8. August angekündigt

Dennoch, so die Bauamtsleiterin im Stadtrat, sei sie optimistisch, dass die Straße, für die Ende Juli als Bauziel stand, nun mit dem Schuljahresbeginn am 8. August wieder befahrbar ist. Restarbeiten, wozu vor allem das Pflanzen gehöre, würden aber erst im Herbst erfolgen.

Sowohl Heike Dietzsch als auch Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) sprachen zugleich noch ein großes Lob an die bauausführende Firma Bau- und Haustechnik und an die Anrainer aus. „So unkompliziert wie hier alles läuft, habe ich in meiner bisherigen Amtszeit noch keine Baustelle erlebt“, erklärte Münster.

Veränderungssperre für Lidl und Aldi

Ebenfalls um diesen Bereich nördlich des Stadtzentrums ging es bei zwei weiteren Beschlüssen. Sowohl für das Gebiet des Lidl-Marktes als auch für den Noch-Aldi, beide in der Schmiedeberger Straße, sprachen sich die Stadträte einstimmig für eine Verlängerung der Veränderungssperre um ein Jahr und damit bis Spätsommer 2017 aus. Hintergrund ist, dass die Bearbeitung des Bebauungsplanes zur Umsetzung des Einzelhandelskonzeptes noch nicht fertig ist. Bis dahin kann die Stadt nur mit der Veränderungssperre ihre Prämissen durchsetzen. Diese sehen für den Discounter Lidl vor, dass dieser den Standort nicht erweitern darf. Bei Aldi, der derzeit im Windmühlenweg/Postweg neu baut, soll nach dem Umzug im Januar 2017 in das dann leer gezogene Gebäude in der Schmiedeberger Straße kein Händler mit innenstadtrelevantem Sortiment ansässig werden können.

Von Ilka Fischer

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