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Bad Düben Bad Dübenes Pflegeheim-Anbau wächst erstmal in die Tiefe
Region Bad Düben Bad Dübenes Pflegeheim-Anbau wächst erstmal in die Tiefe
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10:00 23.07.2016
Mitarbeiter der Bau- und Haustechnik Bad Düben treiben derzeit 180 Löcher rund vier Meter tief in die Erde. Diese werden später mit Flüssigbeton ausgegossen und sind Grundlage für ein stabiles Fundament für den Anbau des Awo-Pflegeheimes in der Lutherstraße. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Der Anbau an das Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt in der Lutherstraße in Bad Düben wächst. „Wenn auch erst mal in die Tiefe“, so Marko Schreiber, der Geschäftsführer des Awo-Kreisverbandes Nordsachsens. Um das Haus, in das im Sommer nächsten Jahres 28 Pflegebedürftige einziehen können, auf ein solides Fundament zu stellen, muss jetzt richtig schwere Technik ran. „Tragfähige Schichten“, sagt Marco Schreiber, „ finden sich erst in etwa vier Metern Tiefe.“ Deshalb müsse nun mit schwerem Bohrgerät gegründet werden. Polier Günter Biebl von der Bad Dübener Bau- und Haustechnik weiß es noch etwas genauer: „Wir erstellen in diesen Tagen zunächst eine sogenannte Bohrpfahlwand als Gründung für das spätere Fundament. Dafür werden rund 180 Löcher vier Meter tief in die Erde getrieben und anschließend mit Flüssigbeton ausgegossen.“

Im August wird die Bodenplatte gegossen

Läuft weiter alles glatt, kann die Bodenplatte voraussichtlich an mehreren Tagen Mitte August gegossen werden. Auf dieser kann in der zwölf Meter breiten Lücke in der Häuserfront der Lutherstraße der Anbau, der bis zu 37 Meter tief ist, nach oben wachsen. Der Rohbau samt Dacheindeckung soll dann bis zum Jahresende stehen.

Die Fassade in der Lutherstraße wird nach altem Vorbild samt den drei Dachgauben hergerichtet. Obwohl es in der Lutherstraße auch einen Eingang geben wird, soll das drei Etagen umfassende Gebäude, wie schon das derzeitige Pflegeheim, vorrangig über die Neuhofstraße erreichbar sein.

28 Plätze auf drei Etagen

In dem Gebäude selbst wird es im Erdgeschoss sechs Doppelzimmer – vor allem für pflegebedürftige Ehepaare – , im ersten Stock acht Einzelzimmer und im Obergeschoss ein Doppelzimmer und sechs Einzelzimmer geben. Alle Zimmer, die jeweils etwa 20 Quadratmeter groß sind, haben ein eigenes Bad. Auf jeder Etage gibt es zudem einen Aufenthalts-/Speiseraum sowie ein Dienstzimmer.

Bei der Arbeiterwohlfahrt ist das Interesse der Bad Dübener an dem 2,5 Millionen Euro teuren Projekt schon jetzt spürbar. Die Nachfrage nach den Plätzen, die übrigens auch für geistig- und/oder körperbehinderte Pflegebedürftige gedacht sind, sei schon enorm, berichtet der Geschäftsführer. Aber auch erste Pflegekräfte hätten sich gemeldet. „Doch Bewerbungen von weiteren Pflegepersonal“, so Marco Schreiber, „nehmen wir noch gern und ab sofort entgegen.“

15 Neueinstellungen erforderlich

Insgesamt, so wird derzeit bei der Awo kalkuliert, seien um die 15 Neueinstellungen erforderlich. Der Anbau in der Lutherstraße 7 ergänzt das Awo-Pflegeheim in der Lutherstraße 8 bis 11, in dem derzeit bereits 55 Pflegebedürftige von insgesamt 56 Pflege-, Verwaltungs- und technischen Kräften betreut werden.

Von Ilka Fischer

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