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Bad Düben Bad Dübens Abwasserverband investiert ins Netz – steigen jetzt die Gebühren?
Region Bad Düben Bad Dübens Abwasserverband investiert ins Netz – steigen jetzt die Gebühren?
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19:10 16.05.2017
Bauarbeiten im Querweg in Hohenprießnitz: Dort kommt schweres Gerät der Firma Straßen- und Tiefbau Eilenburg zum Einsatz, um die Abwasserleitung in die Erde zu bringen. Quelle: Wolfgang Sens
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Bad Düben

Beim Zweckverband Abwassergruppe Dübener Heide geht es derzeit um viele Zahlen. Sie alle fließen in zwei Beschlüsse ein, die am 18. Mai in der um 18 Uhr beginnenden Verbandsversammlung im Sitzungsraum am Klärwerk Altenhof verabschiedet werden. Neben dem Wirtschaftsplan für die Jahre 2017 und 2018 geht es, so Verbandsgeschäftsführerin Bärbel Deutrich, vor allem um die Gebührenkalkulation 2017 und 2018 für das gesamte Verbandsgebiet. Zu diesem gehören neben der Stadt Bad Düben die Laußiger Ortsteile Kossa, Durchwehna, Authausen, Pressel und Görschlitz sowie die beiden Zscheppliner Ortsteile Hohenprießnitz und Glaucha. „Nach derzeitigem Stand“, so die Geschäftsführerin, „werden sich die Gebühren nicht wesentlich von denen in 2015 und 2016 unterscheiden müssen.“ Nicht selbstverständlich, da der Verband Millionen investiert. Detaillierte Zahlen wurden allerdings vorab nicht bekannt.

Arbeiten in Hohenprießnitz

Bekannt sind indes die Pläne: So müssen in Hohenprießnitz in diesem Jahr noch rund 900 000 Euro von insgesamt 4,6 Millionen Euro verbaut werden, um das Abwassernetz auf den geforderten EU-Standard zu bringen. In diesem Jahr erfolgen damit hier noch die abschließenden Kanalbauten in den Straßen Bauerndorf, Querweg und Gäblerweg. Zur Zeit laufen die Arbeiten im Querweg auf Hochtouren, um den geplanten Fertigstellungstermin halten zu können. Trotz Schwierigkeiten mit dem vorhandenen Medienbestand verlaufen die Arbeiten durch die bauausführende Firma Straßen- und Tiefbau zügig.

Kossaer Abwasser fließt nach Bad Düben

Auch für Kossa hat der Verband für das dortige, Ende der 1980er-Jahre in Betrieb gegangene Mischwassersystem eine bis Ende 2020 zu realisierende Sanierungsanordnung erhalten. Hier muss damit in ähnlichen Dimensionen wie in Hohenprießnitz investiert werden. Wann es genau in diesem Jahr losgeht, steht noch nicht fest. Klar ist dagegen bereits, dass das Kossaer Abwasser künftig nicht mehr in Durchwehna, sondern in Bad Düben geklärt wird. Es wird zudem ein striktes Trennsystem gebaut, wobei die jetzigen Mischwasserkanäle nach erfolgter Untersuchung dann nach Möglichkeit das Regenwasser aufnehmen sollen. Die neuen Schmutzwasserkanäle werden grundsätzlich neu errichtet. Der Hauptsammler wird aber vom Schleifbach weg in die Kreisstraße verlegt. Dies, so Geschäftsführerin Deutrich, erfolge in einem Zug mit dem insgesamt 3,6 Kilometer langen Straßenbau, der in Verantwortung des Landkreises liege.

Von Ilka Fischer

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