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Bad Düben Bad Dübens Angler suchen Nachwuchs
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16:20 19.05.2015
Andreas Lehmann und Carsten Huhn (von links) werfen ihre Ruten am Obermühlenteich aus. Quelle: Steffen Brost

Die Gründe für das Fernbleiben hatte Claus schnell ausgemacht. "Es sind Sommerferien. Wir müssen in Zukunft andere und neue Strategien für die Werbung von Nachwuchs entwickeln. Außerhalb der Ferien und dann den Weg in den Hort sowie ins Jugendhaus Poly suchen. Dort ist immer etwas los. Auch in den Ferien", so Claus. Dennoch warfen die Hobbyangler ihre Ruten aus und wollten einige Fische aus dem Obermühlenteich ziehen.

Getreu seinem Motto "Nur der frühe Vogel fängt den Wurm" war Carsten Huhn schon zeitig aus den Federn gesprungen und warf bereits um vier Uhr morgens die Angel aus. Mit Erfolg. Der Bad Dübener zog einen 59 Zentimeter langen Karpfen aus dem Wasser. "Da wird sich meine Frau freuen. Ich esse nämlich keinen Fisch. Nur ab und zu mal ein geräuchertes Stück", so Huhn.

Doch so richtig beißen wollte es an diesem Vormittag nicht. Nur kleine Rotfedern und Plötzen zieht Vereinsmitglied und Gewässerwart Andreas Lehmann mit seiner Stipprute aus dem Teich. "Wir haben mit einer speziellen Mischung angefüttert. Doch die großen Fische sind wohl wieder weg. Die kleine werfen wir wieder rein. Die sollen noch ein bisschen wachsen", sagte Lehmann.

Seit 1990 gibt es die Dübener Angelfreunde als eingetragenen Verein. Gefischt wird in der Kurstadt aber schon weit länger. Claus schätzt so um 1900. Zur Gründung hatte der Bad Dübener Verein um die 100 Mitglieder. Aktuell sind 50 registriert. "Wir gehörten damals zu Schwemsal-Bad Düben und waren im Kreisverband Bitterfeld verankert. Das hatte den Grund, weil die Sachsen sich nach der Wende dem Verband der Sportfischer aus der Bundesrepublik anschlossen, wir aber lieber beim Deutschen Angelverband bleiben wollten", erklärte Claus. Als Pachtgewässer betreuen die Angler neben dem Obermühlenteich auch das Albrechtsloch, das Mittelwasser und den Dammbruch. Vor allem Hecht, Zander, Karpfen und viele Weissfischarten sind hier zu Hause. Doch das Hochwasser Anfang Juni hat wieder alles durcheinandergewirbelt. "Da ist viel Fisch verschwunden oder wurde weggespült. Da müssen wir im kommenden Jahr wieder neue Bestände aussetzen."

Angelzeit ist das ganze Jahr über. Nur auf die Schonzeiten der Raubfische zwischen Februar und Mai muss sich gehalten werden. Außerdem muss jeder, der eine Angel auswirft, im Besitz eines Fischereischeines sein. Sonst droht ein Verwarngeld von der Behörde. Für Kinder und Jugendliche gibt es einen speziellen Fischereischein.

In Zukunft soll die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen forciert werden. So wird bereits mit den Schnaditzer Anglern eng zusammengearbeitet, ein neues Schnupperangeln am 11. August um 13 Uhr am Schlossteich ist bereits geplant. "Fakt ist, wir brauchen mehr junge Leute. Aktuell haben wir drei Jugendliche in unseren Reihen. Das müssen wieder mehr werden", so Claus.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2013

Steffen Brost

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