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Bad Dübens Autobremser vor dem Aus?

Lange Straße Bad Dübens Autobremser vor dem Aus?

Mit dem Ausbau der Langen Straße in Bad Düben wurden auf dem Asphalt sogenannte Berliner Kissen aufgebracht, die Autofahrer ausbremsen sollen. Jetzt sind diese beschädigt und die Frage steht im Raum, ob es sinnvoll ist, sie zu ersetzen. Die erhoffte Wirkung ist nämlich ausgeblieben, weil Autofahrer die Matten regelmäßig umkurven.

Bei Arbeiten des Winterdienstes sind die Berliner Kissen offenbar beschädigt worden.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Eigentlich sollen sie Autofahrer daran hindern, zu schnell in den Anliegerstraßen im Bad Dübener Ortsteil Hammermühle zu fahren. Doch die sogenannten Berliner Kissen, die seit dem Ausbau der Langen Straße vor fünf Jahren auf dem Belag aufgebracht sind, tun ihren Dienst nicht mehr. Offenbar hat der Winterdienst die Matten beschädigt, heißt es aus dem Bauamt der Stadt. Unabhängig von der ausstehenden Schadensregulierung werde, so Bauamtsleiterin Heike Dietzsch, derzeit diskutiert, ob ein Ersatz sinnvoll ist.

Autos sind zu schnell unterwegs

Blick zurück: Als die Lange Straße 2012 ausgebaut worden war, entschied sich die Stadtverwaltung nach Beschwerden von Anwohnern zu dieser Maßnahme. Kritik gab es, weil Autos zu schnell unterwegs sind – trotz der Warnschilder am Anfang und Ende der relativ viel befahrenen Straße und trotz der 30er-Zone, als die der gesamte Ortsteil ausgewiesen ist. Mit den Berliner Kissen, also der Aufpflasterung zur Geschwindigkeitsdämpfung, sollte sich alles zum Besseren ändern. Die Kissen verfügen über unterschiedlich steile Rampenneigungen. So ist in der Regel die seitliche Rampenneigung steiler als die der Front- und Abschlussanrampung. Autofahrer werden so angehalten, langsamer zu fahren.

Matten werden gemieden

Theoretisch – denn in der Praxis sah und sieht dies anders aus. Autofahrer umkurven das vermeintliche Hindernis regelmäßig, ohne dass die Geschwindigkeit deutlich langsamer wird. Die Beschaffenheit der Straße erleichtert dieses Vorgehen, Borde gibt es nämlich nicht. Eine andere Lösung ist derzeit allerdings nicht in Sicht. Die Möglichkeit, Blumenkübel wie in der Wittenberger Straße aufzustellen, werde nicht diskutiert: Die dort vorhandenen seien baufällig, sollen nach und nach entfernt werden, so Dietzsch.

Von Kathrin Kabelitz

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