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Bad Düben Bad Dübens Bockwindmühle erhält einen neuen Zaun
Region Bad Düben Bad Dübens Bockwindmühle erhält einen neuen Zaun
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15:00 04.04.2016
Mitglieder des Vereins Museumsdorf Dübener Heide beim Setzen des neuen Zaunes an der Bockwindmühle. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Kurzärmelig ging es beim Frühjahrsputz der Mitglieder vom Museumsdorf Dübener Heide dieser Tage zu. Klärchen schickte warme 20 Grad auf die Erde, sehr zur Freude der Männer. Die hatten sich die Umzäunung der Windmühle vorgenommen. „Der Zaun ist marode, die meisten Pfähle im Boden verfault. Wir wechseln das heute komplett aus“, sagte Werner Wartenburger. Damit sie die nächsten Jahre überdauern, wurden die neuen Holzstämme unterhalb mit Teer behandelt, damit der Verfaulprozess diesmal nicht so schnell verläuft.

Die Windmühle ist derweil bereits aufgeräumt und wartet auf den Start in die Mühlensaison. Der wurde zu Ostern vollzogen. Am Pfingstmontag, dem traditionellen Mühlentag, kann man dann auch einen Blick ins Mühlenhaus werfen und die Mühle, wenn genug Wind bläst, in voller Funktion sehen. Denn bereits seit 2006 begrüßt die Bockwindmühle am nördlichen Stadteingang die Gäste. 1860 in Glesien bei Delitzsch errichtet, war sie 1990 in einem desolaten Zustand. Mit viel Enthusiasmus und Durchhaltevermögen konnte das technische Denkmal nach Bad Düben geholt werden. Fast 80 Prozent ihrer alten Substanz wurden bei der Rekonstruktion der Mühle wiederverwendet.

Aber auch die Obermühle, gut 200 Meter weiter weg, wurde auf Vordermann gebracht. Trotz der Bauarbeiten an der Ölmühle haben die Mitglieder die Wege gefegt, altes Laub weggeräumt und die Anlage besucherfein herausgeputzt. Auch der Backofen wurde angeheizt und für die jüngsten Besucher war der kleine Kletterpark geöffnet.

„Das Wetter passt zu unserem Arbeitseinsatz. Übrigens suchen wir noch jederzeit helfende Hände und neue Leute. Wer sich uns anschließen will, kann sich melden. Die Arbeitseinsätze finden immer am ersten Sonnabend eines Monats statt“, erzählte Klaus Morgenstern.

Seit nunmehr 13 Jahren entwickelt und nutzt der Verein den Standort rund um die Obermühle mit dem Ziel, neue Nutzungen in historischer Bausubstanz zu integrieren. Vieles ist bereits auf Basis des Entwicklungs- und Marketingkonzeptes gelungen und dies zeigt sich beispielsweise daran, dass touristische Produkte in ein ländlich anmutendes Ambiente sensibel integriert werden konnten. An der historischen Wassermühle, der Obermühle, die um 1500 urkundlich ersterwähnt wurde, ist vieles etabliert worden: Kleinkunst, Kultur, Umweltbildung, Schulprojekte und Regionalvermarktung. Der Verein ist stetig gewachsen und hat seit seiner Gründung 1999 großen Zuspruch erhalten. Mit der jetzt noch zu sanierenden Ölmühle schließt sich der Kreis. Hier sollen Schauwerkstätten über die früheren Gewerke in der Region informieren.

Von Steffen Brost

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