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Bad Dübens Bürgermeister im (Un-)Ruhestand

Bad Dübens Bürgermeister im (Un-)Ruhestand

Langeweile hat Bad Dübens Ex-Stadtoberhaupt Eckehard Tulaszewski nicht. Nachdem er 2007 als SPD-Bürgermeister nicht wieder kandidierte und im Mai die Wiederwahl als FDP-Stadtrat verpasste, genießt der mittlerweile 75-Jährige das pure Lebensglück.

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Das tägliche Zeitungsstudium gehört für Alt-Bürgermeister Eckehard Tulaszewski zum persönlichen Pflichtprogramm.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Drei Enkel halten den Opa auf Trab. Für den Kommunalpolitiker außer Dienst hat sich nicht viel verändert. "Nur die Hausarbeit ist mehr geworden. Ich halte meiner Frau den Rücken frei, damit sie sich um ihre Arbeit kümmern kann", so Tulaszewski.

Genau 15,5 Jahre agierte der gelernte Wasserwerks-Facharbeiter als erster Bürger in der Kurstadt. "Dieser Job stand anfangs überhaupt nicht auf meiner Wunschliste. Mein kommunales Interesse begrenzte sich des Berufs wegen auf das Ab- und Trinkwasser der Kommune", erklärt er. Erst als ihn ein Mitglied aus der SPD-Fraktion fragte, ob er 1991 zur Bürgermeisterwahl antreten wolle, habe er sich mit der Problematik beschäftigt. Er trat an und gewann. Zweimal wurde er wiedergewählt, hörte mit 68 Jahren auf. "Nach heutigem Stand hätte ich bis zu einem Alter von 72 Jahren weitermachen können. Ich hätt's wahrscheinlich getan. Ob es gut gewesen wäre, betrachte ich mal nicht genauer", blickt er zurück.

Über seine Nachfolgerin Astrid Münster will der Altbürgermeister nicht viel reden. "Ja, sie war damals meine Wunschkandidatin", räumt der 75-Jährige ein. Das Verhältnis war aber schon vor der Wahl recht angespannt. "Mittlerweile haben sich die Wogen etwas geglättet. Erst kürzlich schrieb sie mir einen netten Brief. Den muss ich beantworten", so der Hammermühler.

Seinem Job als Bürgermeister folgte eine Legislaturperiode als streitbarer Stadtrat für die FDP. Er wollte für frischen Wind sorgen. "Der Stadtrat war damals ein Schlafwagen und die Bürgermeisterin der Schaffner. Ich wollte das ändern. Es gelang nur bedingt. Die Abgeordneten sind alle eine andere Generation. Ich habe andere Ideen. Vielleicht soll man die aber mal machen lassen", sieht er es mittlerweile gelassen.

Eckehard Tulaszewski hat sich in sein neues Leben gut eingelebt. Ist Mitglied im Heimatverein, im Verband der Kriegsopfer und im Verein Dübener Heide. Die Hände in den Schoß legen will und kann er nicht. Ab 5 Uhr ist der Renter auf den Beinen. Katzen und Fische füttern, dann Frühstück mit seiner Frau. Ist sie auf Arbeit, gibt es eine Tasse Kaffee und die LVZ. "Ich verfolge genau, was draußen passiert. Bad Düben muss aufpassen mit der Schweinemastanlage in Wellaune. Ich glaube es wäre der K.O.-Schlag für den Kurstatus, wenn die Erweiterung kommt. Mich beschäftigt die Umgehung des Ortsteiles und die Problematik Ex-Gymnasium. Hier muss die Stadt etwas ausbaden, was der Landkreis verzapft hat", steht für Tulaszewski fest. Er habe aber auch gelernt, sich zurückzunehmen und nicht alles öffentlich zu diskutieren.

Um so mehr haben die drei Enkel jetzt mehr vom Opa. Er wolle wieder etwas mehr Sport machen, um das Gewicht zu halten. Und wenn es mal ganz dicke kommt, wartet in der heimischen Wohnstube eine weiche Couch und festliche Barockmusik zur Entspannung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.11.2014
Steffen Brost

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