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Bad Düben Bad Dübens Bürgermeisterin bezeichnet sächsische Bildungspolitik als "unehrlich"
Region Bad Düben Bad Dübens Bürgermeisterin bezeichnet sächsische Bildungspolitik als "unehrlich"
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18:12 30.12.2009
Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Quelle: Heike Nyari
Bad Düben

Wörtlich sagte sie im LVZ-Interview: „Tja, da lernt man auch als Bürgermeisterin, wie unehrlich Politik eben manchmal sein kann. Hier ging es doch tatsächlich nie wirklich um die inhaltlichen Fragen und das Konzept. Man hat einfach die bevorstehenden Landtagswahlen abgewartet und gehofft, dass man längeres gemeinsames Lernen im Rahmen von Gemeinschaftsschulen beerdigen kann.“

Heiko Wittig, SPD-Fraktions-Chef und Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses im Kreistag, sagte dazu: „Die, die sich damals für die Gemeinschaftsschule eingesetzt haben, vor allem die Lehrer, sind zum Spielball der Politik geworden. Es ging nicht um Inhalte, die Konzeption war in Ordnung. Die Entscheidungsträger wollten nur Zeit gewinnen, weil es ja kein Geheimnis war, das Schwarz-Gelb an die Macht kommt. Politisch war das nicht gewollt. Ich möchte mich trotzdem im Namen des Schul- und Kulturausschusses bei denen bedanken, die sich für dieses Projekt eingesetzt haben.“

Münster hält derweil nicht viel vom Bildungssystem in Deutschland. In Bad Düben wollten die Verantwortlichen mit der Gemeinschaftsschule neue Wege gehen, können aber nicht mehr. Jetzt haben die Stadtratsfraktionen einen Bildungskoalitionsvertrag unterschrieben, wollen nach dem Aus fürs Gymnasium und der Gemeinschaftsschule ein neues gymnasiales Angebot in freier Trägerschaft schaffen. Münster dazu: „Wir haben dann wieder drei Schulformen mit den ,sortierten Kindern’. Ich persönlich tue mich noch schwer mit dem Gedanken, dieses System in Bad Düben zu zementieren, aber vielleicht geht es nicht anders, um ein gymnasiales Angebot wieder entstehen zu lassen. Dann hoffe ich aber, wir schaffen Wege über Kooperationen, um das Schubladensystem nicht ganz so streng durchzuziehen.“

Das komplette Interview mit Bürgermeisterin Astrid Münster zu den Themen Bildung und Bibliothek, klamme Kassen und schlaflose Nächte lesen Sie in der LVZ Delitzsch-Eilenburg am 31. Dezember.

 

Nico Fliegner und Kathrin Kabelitz

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